Vorbereitungen für die Prüsidenten - Wahl.
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ihm Widerrathen; und Dnfaure wieder redete sich auf Cavaignac aus, dersich zu einer so entschiedenen Maßregel nicht entschließen könne. Es wardiese in den Regicrungskrciscn herrschende Zerfahrenheit nur ein Wieder-schein jenes weit verbreiteten Mißtrauens in Gegenwart und Zukunft,jener die Zustände des damaligen Frankreichs bezeichnenden resignirtenStimmung, die eine menschliche Berechnung kaum mehr gelten ließ undkeinen Ausweg sah, wenn nicht etwa ein Zufall, ein unvorhergesehen cin-tretcudes Ereiguiß oder im günstigsten Falle der mehr oder minder glück-liche Griff, den man aus der Wahl-Urne des 10. December machenwürde, ans dem allgemeinen Wirrsal heraushelfc
Denn mit Ausnahme der 739 Abgeordneten, welche die neue Ver-fassungs-Urkunde angenommen, gab es in Frankreich wenig Leute, diesich von allen 116 Artikeln derselben um andere kümmerten als um den43.: „Das französische Volk überträgt die vollziehende Gewalt einemBürger, der den Titel: Präsident der Republik führt", und um den 45.:„Der Präsident der Republik wird auf vier Jahre gewählt." Für denKampf der am 10. December, dem Tag der vorzunehmendcn Wahl, aus-gefochten werden sollte, rüstete alle Welt. Die rcpublicanische Partei warvielfach gespalten; die R.othcn arbeiteten thcils für Raspail thcils fürLedru-Nollin, die Weißen für Lamartine, Changarnier, Bugeaud, dochungleich zahlreicher als für all die Genannten für Cavaignac. Er hattevier Fünftel der National-Vcrsammlung, vielleicht zwei Drittel der höhernOfficierc bei der Armee, einen großen Theil der Bourgeoisie und deskleinen Gewerbstandes für sich. Ihm, dem thatsächlichen Inhaber der aus-übenden Macht, stand die ganze Verwaltungs-Maschine zu Gebote. Dieangesehensten Tagcsblätter, die „Dcbats", der „National", der „Siecle"schrieben für ihn. Der Bischof Fahrt von Orleans empfahl ihn in einemeigenen Rundschreiben, vom 11. November, sämmtlichen Erzbischöfen undBischöfen der Republik ""). Cavaignac's Anhänger thaten für ihn wasin ihren Kräften stand. Ballenweise wurden seine Lebensbeschreibungenaus den Bureaux der Ministerien und der National-Versammlung in alleTheile des Landes versandt. Viele Abgeordnete bereisten als Wahl-Com-missäre die Provinzen, so daß die Kammer, um durch die massenhaftenUrlaube nicht beschlußunfähig zu werden, die Zahl der zur Abstimmungerforderlichen Mitglieder für diese Zeit herabsetzcn mußte. Um seines Er-folges noch sicherer zu sein, veranstalteten Cavaignac und seine Freundeein Aufsehen erregendes parlamentarisches Schauspiel. Am 21. November