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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Oi'iincis niku'ci,^ milit-ii'e."

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anderer Trupp von Aufständischen, der sich ans der Piazza Venezia ge-sammelt hatte, verfolgte unter Führung des Fürsten von Canino dasgleiche Zicl?H Die Besatzung des Palastes bildeten Schweizer-Truppen.Sonst waren keine militär^cn Vorsichtsmaßregeln getroffen; Major Len-tulo, der statt des unsichtbar gewordenen Herzogs von Rcgnano die Ge-schäfte des Kriegs-Ministeriums führte, zeigte sich unentschlossen undzaghaft.

Die Verhandlungen im Quirinal waren mittlerweile abgebrochen

worden und Galetti hatte den Palast in der Kutsche des Fürsten Corsiniverlassen, als er auf seiner Rückfahrt von Einigen aus der Menge

erkannt, mit Hochrufen begrüßt und zur Umkehr bewogen wurde. Er wares jetzt, der an der Spitze einer aus Mitgliedern des Abgeordnetenhausesund des Circolo popolare bestehenden Deputation von neuem in denPalast Einlaß fand und den Cardinal Soglia ersuchte, dem Papste dieeinstimmigen Wünsche des Landes" vorzutragen; sic betrafen im we-sentlichen: Bewilligung eines volksthümlichen Ministeriums, Einbe-rufung einer Costitncnte für das vereinigte Italien und Kriegserklä-rung gegen Österreich.^) Als Pius IX. sagen ließ:was die Bildung

eines Ministeriums betreffe, werde es seine Sache sein, dafür zu sorgen;er hoffe binnen vier und zwanzig Stunden damit zustande zu kommen,"und die Dcpurtirten diesen Bescheid auf dem Platze kundmachten, geberdetesich die Menge wie toll; Pfiffe und Rufe, Zornausbrüche und Verwün-schungen gaben einen wüsten Lärm, der bis in die Gemächer des Palastesdrang, wo sich inzwischen, nm die Person des Staatsoberhauptes mit ihremAnsehen zu decken, die Gesandten von Frankreich, Rußland, Spanien, Portu-gal, Bayern eingefnndcn hatten. Zum zweitenmal verschaffte sich die De-putation Einlaß in den Palast und trug nun dem Papste selbst ihr An-liegen vor. Pins IX., durch alles Borangegangene auf's äußerste gebracht, ent-gegnen, daß er sich keinerleiZugcständnissc durch Gewalt entreißen lassen werde;daß er die vorgelegte Miuisterliste nicht durchaus annehmen könne; daß erin das Verlangen einer italienischen Costituenteun trovako äiabolioo^ nie willigen werde; er erinnerte die Abgeordneten an alles, was erfür Italien gethan, und schloß mit der Bethenernng, er sei bereit eherdas Märtyrerthum zu erdulden als etwas zu thun, was seiner Überzeu-gung widerstrebe. Als Galetti sah, daß alles Vorstellen und Eindringenkeinen Erfolg habe, begab er sich ans die Terrasse des kleinen Thurmesnächst dem Hauptthorc des Quirinals und theilte mit Worten des Be-