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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Pellcgriuo Nossi.

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stitucntc" in den Weg stellten, waren zn besiegen. Trotz der BajonnetcRadecky's, trotz der mißgünstigen Kammer-Majorität in Turin, trotz derSchweizer-Regimenter König Ferdinand's, trotz des Bürgerkrieges inSicilicn, mochten lombardische, vcnctianischc, piemontcstsche, neapolitani-sche und sicilischc Abgeordnete gewählt werden und sich am Orte desZusammentritts cinfindcn. Die größte Schwierigkeit bot nur Nom, odervielmehr ein Mann in Rom, der mit aller Kraft und Gewandtheitseines Wesens der drohenden Rcpnblieanisirung Italiens und dem Zu-standekommen der Costitucnte, die dahin führen mußte, entgegcnwirktc.

Italiener von Geburt, zn Murat's Zeiten in die italienischen Ein-heitsbestrcbungcn verwickelt, in Folge dessen aus seiner Heimat flüchtig,viel in der Welt herumgcworfcn und geprüft, Professor in jungen Jahrenin Bologna, später im calvinischen Genf, zuletzt in Paris, dann Pairvon Frankreich und im bcsondcrn Vertrauen Louis Philippe's, der ihnin den Grafcnstand erhob, außerordentlicher Gesandter, später Botschafteram päpstlichen Hofe, hatte Pcllegrino Rossi in jeder dieser wechsel-vollen Stellungen erst mit Schwierigkeiten aller Art zn ringen gehabt,hatte aber zuletzt in jeder durch sein Wissen, durch seinen Geist, durchseine Ausdauer und Festigkeit als Sieger das Feld behauptet. Doch warans jedem dieser Kämpfe an seinem Namen irgend etwas haften geblie-ben, das Neider und Anfcindcr bei jedem gebotenen Anlässe hcrvorzuziehcnwußten. Wenn er in Paris seine italienische Abkunft nie ganz vergessenmachen konnte, so wurde ihm nachmals von seinen Landsleuten vorge-worfen, daß er über dem Franzosen den Italiener verloren habe. ImCabinet des österreichischen Staatskanzlcrs sah man in ihm, seines Bo-logneser Vorlebens wegen, noch immer das geheime Haupt aller Carbo-nari Italiens, während er diesen letzter», um seiner diplomatischen Lauf-bahn willen, an Metternich verkauft erschien. Die Republikaner haßtenihn als einen Abtrünnling von ihrer Sache, und die Sanfcdisten miß-trauten ihm als verkapptemGenfer" er hatte als Professor in Genfeine Protestantin geheiratet, die jedoch später, in Paris, zum Katholi-cismus übertreten war, der von den liberalen Ideen zu viel cingeso-gen habe, um es mit seiner Verteidigung des gesetzlichen Ansehens vonKirche und Papst aufrichtig zu meinen. "°) So hatte Rossi so ziemlichalles wider sich, als ihn der bedrängte Papst aus dem Privatstande,in den er sich seit der Februar-Revolution zurückgezogen hatte, in das