Bruch zwischen dem Hof und der National-Versammlung.
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merzimg des „von Gottes Gnaden" ans dem königlichen Titel; sic reizteden Adel, dem sie nicht bloß alle Standcsvorrechte, sondern auch jedegesellschaftliche Geltung nehmen zu können meinte; sie brachte die Pa-trioten ans Preußens ruhmreichster Vergangenheit wider sich auf, indemsie alle Ordcnszeichcn, folglich auch das eiserne Kreuz aus den Be-freiungskriegen, abschaffteDie Verstimmung des Königs, der bisdahin nichts gethnn hatte die Freiheit der Berathnngen irgendwie zubeirren, konnte angesichts solcher Kundgebungen nur wachsen. Als anseinem Geburtstage, 15. Octobcr, große Auffahrt in Sanssouci war,sagte er zur Deputation der National-Versammlung: „Danken SieGott, daß Sie noch eine Obrigkeit von Gottes Gnaden haben" ; undzu jener der Bürgerwehr: „Vergessen Sic nicht, meine Herren, daß Ichcs bin, der Ihne» die Waffen in die Hände gegeben hat" — Anssprüche,die schnell weiter getragen wurden und Jenen Recht zu geben schienen,die von geheimen Vorbereitungen zu einem contrcrevolntionärcn Haupt-schlage munkelten.
Anstatt nun sorgfältig alles zu vermeiden, was einem solchen Vor-haben znm Anlaß dienen konnte, geschah von der Partei des Unfriedensdas gerade Gcgcnthcil '^). In den letzten Octobcrtagen schien die ge-sammte Demokratie Deutschlands sich in Berlin, dem „Eldorado derPartei", dem „neuen Nazareth", ein Stelldichein gegeben zu haben. Am26. cröffnctc der Congrcß deutscher Demokraten seine Sitzungen, andenen sich auch Mitglieder der preußischen National-Vcrsammlnng, wieGraf Rcichcnbach, d' Ester, betheiligtcn; am 27. trat die Conscrenzlinksseitiger Volksvertreter mehrerer deutschen Ständcvcrsammlnngcn zu-sammen. Die Erwartungen, welche die Partei an diese Kundgebungenknüpfte, wurden allerdings nur in sehr bescheidenem Maße erfüllt. Von500—600 Demokraten, deren Eintreffen in Berlin pomphaft vorans-verknndct worden, waren cs kaum l50, die sich am ersten Tage imSaale des „englischen Hauses" znsammcnfandcn. In der Partei selbstentstand ein tiefer Riß. Die Gemäßigteren, die eine friedliche Propa-ganda für rcpnblicanischc Ideen befürworteten, standen den Drängerngegenüber, die den ersten Anlaß zumiiosschlagcn benützen wollten. Zuletzterklärten die crstcren, darunter alle Schlesier, der Berliner Sachscnvcrcin,die Mecklenburger, förmlich ihren Austritt; die heftigsten, wie Kriege,der eommunistische Schncidergesellc Weitling, der Schwager Herwegh'sSiegmund, behaupteten unangefochten das Feld. Es waren die Tage