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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Z4 7. 4. Fortschritte der Revolution auf dem mitteleuropäischen Festlaude.

vielleicht lim zwei Drittel geringeren Hccresnmcht zu behaupten wagte.Nach eiueiu ungünstigen Borposteugcfccht bei Goito, 8. April, zog erseine Truppen vollends hinter den Mincio zurück, überließ die Garda-Festuug Pcschiera der umsichtigen Leitung des F. M. L. Nath undsammelte in der festen Stellung von Bcrona seine Kräfte. In seinemRücken besetzten die Mackern Tyrolcr die Gränzen ihres Heimatlandesund wiesen die Freischaarcn Allemandi's in wiederholten Kämpfen, 18.bis 21., ans Iudicarien blutig zurück. Schon war Waffenhilfe aus demInnern des Reiches im Anmarsch. Am 16. April überschritt F. Z. Nt.Nngent den Jsonzo, trieb am 18. die Freischaarcn von Palmannovaauseinander, zwang nach kurzer Beschießung Udinc zur Ucbergabe, 21.bis 23., ging am 26. bis 28. über den Tagliamento, ließ durch dentapfern General Culoz Belluno besetzen, ö. Mai, und erschien mit seinerHauptmacht, eine ihm entgcgcngcsandtc feindliche Abtheilnng znrückwcrfcnd,ll., vor Treviso, als ihn Erkrankung zwang den Oberbefehl an F. M. L.Thnrn abzntretcn. Dieser brach, einen Theil seiner Truppen unterF. M. L. Stürmer zur Cctnirung von Treviso znrücklasscnd, in derNacht vom 17. zum 18. gegen Westen ans und bewerkstelligte, nachdemer unterwegs, 23. zum 24., vergeblich versucht hatte Vicenza zur Ueber-gabe zu zwingen, am 29. die Vereinigung des Jsonzo-Hecrcs mit jenemRadeckh's, das in der Zwischenzeit am glänzenden Tage von Sta.Lucia eine mehr als doppelt so starke Hecresmacht der Picmontcsenzurückgeworfen hatte.

Während dieser Vorgänge im nördlichen Italien nun waren imSüden die Dinge einer folgenreichen Wendung cntgcgcngcgangen. Am14. Mai waren in Neapel 99 Abgeordnete der ncngcwähltcn Kammerzu einer Vorberathnng znsammcngetreten, während die Straßen derStadt von sicilischcn Zuzügen und Cartucci's calabrcsischcn Freischaarcndurchzogen wurden. Als der König den Forderungen der Volksparteinicht nachgcben wollte, erhoben sich um Mitternacht die ersten Barricadcnin der Toledo-Straße, die am folgenden Tage auch in andern Stadt-theilen Nachahmung fanden. Um Blutvergießen zu vermeiden, erklärtesich der König bereit Zugeständnisse zu machen. Allein je mehr er nach-gab, desto mehr wurde verlangt, zuletzt: Ucbergabe aller festen Plätze andie Civica, Entfernung der Truppen bis auf 40 Miglien von der Stadt.Schon war Ferdinand im Begriffe, selbst in den empfindlichsten Punkte»nachzugeben, als an einer Stelle der Stadtaus Mißverständniß", wie