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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

Texte davon keinen Gebrauch machen zu dürfen glaubten. Bronce-Medaillen trugenin den Octobertagen, so viel wir wissen, die Ncichstagsmitglicder, nicht die Gemeinde-räthe; mindestens ist uns keine der letzteren zu Gesicht gekommen. Eben so wissenwir nichts von einer Deputation des Gcmeinderalhes nach Hctzendors, außer jener,die morgens die Stadt verließ und erst gegen Abend wieder heimkehrte, deren Fahr-nisse und Abenteuer ans das genaueste bekannt sind.

244) S. 365.Denn anszugchen war in diesen Tagen eine reine Unmöglichkeit,da einerseits die Soldaten aus jeden schossen der sich zeigte, andererseits das Proleta-riat jeden nicdcrznschicßcn drohte, der nicht zu den Waffen griff." Briefliche Mit-theilnngen eines Wiener Bürgers an einen auswärtigen Freund (München, 1848,Hcnzel) S. 13. Der Verfasser, ein schwarzgoldner Henlmaier, wohnte zwischen derWähringer und Hcrnalser Pinie, wahrscheinlich ans dem Michaelbayerischen Grund.

245) S. 367. Von den Kaiserlichen verlor bei dieser Kanonade Major Rodenvon Hardegg-Kürassieren das Pferd unter dem Leibe, dem Rittmeister Voß von EarlAuersperg-Kürassieren zerschmetterte eine Kanonenkugel einen Fuß. Auf eine merk-würdige Art verlor der Gemeine John von Hardegg-Kürassieren sammt seinem Pferdesein Leben; die Kanonenkugel ging durch den Kops des Rosses und mitten durchKüraß und Brust des Reiters.

246) S. 368. Hackländer, Nicht-illustrirte Soldatengcschichten 1854 S. 112 f.

247) S. 369. Kr ... . Das Lied von Wien und Schwechat (Stanislan, Joh.Paul Piller) S. 11.

248) S. 370. Selbst Kossnlh in seinem durchaus lügenhaften Berichte an dasRepräsentantenhaus giebt an:Die Zahl unserer Todtcu übersteigt kanm 40, undVerwundete haben wir kanm 200." Die Magyaren luden einen großen Theil derGetroffenen auf Wagen, die sie zurllckschickten; Dorfbewohner der Gegend wollen bei15 solcher Wagen gezählt haben;Ocsterr. Courier" S. 1232. Das kann jedochnur von dem Gefechte bei MannSwcrd und allenfalls vom Ansang des Rückzugesgelten; bei der späteren kopflosen Flucht hatte jeder mit sich selbst genug zu thnn.siossuth's Bericht wurde vorgctragen in der Sitzung vom 2. November, s.PesterZtg." Nr. 818, S. 5082, und Janotyckh, Archiv III, S. 196-199. DieselbeNr. derPester Ztg." S. 5082 f. enthält den Berichteines Augenzeugen" aus demKossuth Hirlapja", welcher eine ausfallende Familienähnlichkeit mit dem osficiellenhat und daher auch von Kossuth herrühren dürfte. Die Komorner Sensenmännermüssen daS Bad ausgießeu; sic fingen wegen einer in ihrer Mitte geplatzten Bombezuerst zu weichen an, sie waren in ihrer Flucht ungeachtet derBercdtsamkeit des De-putirtcn Rcpcczky nicht aufzuhaltcn und liefen so schnell, daß sie Kossuth in seinemWagen nicht cinholen konnte; sie brachten bei Fischament Unordnung und Verwirrungin die Reihen der anderen Truppen n. s. w. Eine zweite Ursache des mislungenenAngriffs war,daß Wien nicht nur keinen Ausfall machte, sondern daß wir seit zweiTagen keinen einzigen Kanonenschuß hörten, womit die Wiener den Feind beschäftigthätten". Dritte Ursache:Die schwarzgclbe» Reminiscenzen sind noch immer ausvielen Seiten unter der drcisarbigen Rose verborgen und dieß wirkt hemmend auf dieOperationen". Uebrigens waren die ungarischen Truppen eigentlich nirgends geschla-gen: nicht bloß Gnyon hattewunderbare Beweise der Tapferkeit" abgelegt;überalldrangen unsere Truppen, wo sie angrifscn, siegreich vor". Wer sich an einemPhantasiegemälde ergötzen will, das nicht etwa an Ansschneiderei, sondern an baarerLüge den Kossnth'schen Schlachtbericht noch übcrtrifft, dem empfehlen wir Arthur Frey,Ludwig Kossuth und Ungarns neueste Geschichte" (Mannheim, 1849, Grohe) II,