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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
Entstehung
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509
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Anmerkungen. 509

Wahrhaft bemitleidenswerth war Waldcck." Correspondcnz derA. A. Ztg." stkr. 310,v Berlin, 31. Oct., Mitternacht.

220) S. 334. Bei dem Verhöre, das später über die Vorgänge am 31. vorge-genommen wurde, sagte ein Zeuge, der Arbcitsmanu Nolte, er habe als Spielmannim Bataillon des Majors Gärtner fortwährend mit aller Anstrengung Sturm gebla-sen, bis ihm das Mundstück voll Blut geworden; aberkeine Katze" habe sich gerührt. Man machte nachmals den Witz: die Bürgerwehr habe am 31. kein Feuer ansdas Volk gegeben, sondern Feuer von dem Volke genommen, indem sie sich Ci-garren an den Fackeln der Belagerer im rührendsten Einverständnisse mit diesen an-zündet.

2291>) S. 335. Interessant ist es, in welcher Weise die Abendscenen des 31.von radiralen Schriftstellern dargestellt werden z. B. von Held,Deutschlands Lehr-jahre" (Berlin, Martin Berendt) S. 351 f.; da ist alles, was die Masse auf derStraße trieb, die Stricke, die in die Höhe gehoben und gezeigt wurden w. niischnl-diger Scherz. S. auch Arnold RügeDie preußische Revolution" (Leipzig 1848,Berlags-Bnrean) S. 3538. Man findet daselbst den Wortlaut des voni Demo-kraten-Congrcß auSgegangencn AusrufsAn das deutsche Volk" vom 29. Octoberund der Petition an die Natioual-Vcrsammlnng vom 30.; ebenso den Wortlaut seinerRede unter den Zelten, wobei jedoch von der drastischenGegenprobe" nicht da« ge-ringste erwähnt wird.

230) S. 337. W. P icrsig,Mysterien der Berliner Demokratie" (Berlin, 1849)I, S. 92 erzählt zwar, es sei während der Vorgänge am Nachmittag des 31. durcheinen Diener des auswärtigen Amtes an den in der Kammer befindlichen Ministereine Depesche überbracht, der Diener jedoch angehalten, die Depesche ihm abgcnommenund eröffnet worden, welche gelautet habe:Euer Excellenz zeige ich hiermit an, daßdie kaiserlichen Truppen Herren von Wien sind"; die Depesche sei dann durch dieHände mehrerer Mitglieder der Linken gewandert, während das Volk mit Mühe davonabznhalten war, den unschuldigen Amtsdiener an einem der für die Abgeordneten inBereitschaft gehaltenen Stricke aufznknüpfeu. Da wir jedoch diesen Zwischenfall sonstnirgends erwähnt fanden; da z. B. Held a. a. O. S. 350 f. zwar hervorhebt, daßder Maldcck'sche Antrag an demselben Tage gestellt worden,an welchem Wie» vonWindischgrätz unrettbar eingenommen worden war", aber mit keiner Sylbe andentet,daß man die Thatsache der Einnahme (nämlich der am 30. morgens vorausge-setzten Einnahme, worauf sich jene Depesche allein bezogen haben könnte) am 31.bereits irgendwie gewußt habe, so halten wir unsere im Texte ausgesprochene Behaup-tung für gerechtfertigt.

231) S. 339. Mariassy, mit den Hauptleuten Zürich (Zurics?) und Asztalos,hatte unter seinem Befehle: das 29. und 30. Honvsd-Bataillon mit 2 Compagniendes 27., ein Bataillon Bckeser und Debrecziner, dann eine Compagnie SzathmaerFreiwillige, Aradcr und Debrecziner Nationalgarden, 2 Escadrons Debrecziner berit-tener Nationalgarde, 1 Zug Alexander-Husaren.

232) S. 339. Eine brennende Granate fiel dabei in die katholische Kirche. Durcheine andere Kugel wurde der Apotheker Paul Gallon, Lieutenant der berittenen N -G.,niit seinem Sohne im Wagen fahrend, ..im vollen Sinne zerschmettert".

233) S. 340. Die Mitglieder des Banater Central-Comits'S. sowie des weitergebildeten Temeser Comitatsmagistrates s.Temcsvnr im Jahre 1849" (Wien, 1850,Greß) S. 46 f. Es wurde darauf Bedacht genommen, daß alle Nationalitäten imGomit^ vertreten waren; als Geschäflssprache gebrauchte man die deutsche.