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Anmerkungen.
Courier" Nr. 257 v. 26., S. 1034), ist kein Gegenbeweis, da hierbei ein Irrthnmim Dalum sehr leicht unterlaufen sein kann. — Ebenso werden die näheren Umständeder Entstehung jenes Brandes verschieden erzählt. Darüber sind alle Angaben einig,dass das Hans von den Aufständischen selbst in Brand gesteckt wurde. Doch währenddie Einen einfach sagen, cs sei dieß von den znrückwcichendcn Vertheidigern ans strate-gische» Rücksichten geschehen, weil „die Nerthcidignngs-Operationen hindernd"', „denAngreifern zu viel Schul; gewährend"', erzählen Andere, das Gebäude sei erst vomMilitär genommen, dann von den Aufständischen „nach hartem Strauß" wieder zn-rückcrobcrt und darnach in Brand gesteckt worden. Die Dritten bringen eine ganzeGeschichte. Der Besitzer Geißler habe die Wnth der Aufständischen erregt, weil sicerfahren, daß er den kaiserlichen Officicren zuweilen Unterstand gegeben und Erfri-schungen verabreicht habe — allerdings sür einen Gastwirth ein unverantwortlichesVergehen! —; ja inan wollte noch von weitern Einverständnissen des „schwarzgclben"Wirthes und seiner Familie mit dem k. k. Militär wissen. Deßwcgen habe sich einTrupp von 50 Arbeitern über den Wall gewagt, das Hans von rückwärts (also ge-rade von der Seite, wo das Militär stand'?!) umgangen und den Besitzer ans frischerThal ertappt, wie er, seine Frau und der Hausknecht in dem Keller des Hauses (? !>eben eine Kanone ausgestellt hatten, „mit welcher er durch die Fenster ans unsereGarden schoß" ('?!); den Hausknecht streckte eine Kugel zu Boden, der Wirth wurdeergriffen, das HanS in allen Thcilcn geplündert, der Vorrat!) an Speisen und Ge-tränken fortgeschafft, zuletzt das Gebäude in Brand gesteckt, während das Militär dieganze Zeit hindurch „fleißig" herüber schoß. Der Wirth wurde in die Stadt gebracht,um vor Gericht gestellt zu werden; doch das Volt in seiner Wnth wollte ihn ans derStelle zerreißen, und nur die Dazwischenknnst Messcnhanscr'S rettete ihn von augen-blicklichem Tode. Endlich heißt cs in einem Berichte: die Einäscherung des Gast-hauses „znm Auge Gottes" sei von zwei „fremden Compagnien" zum Schrecken dergutgesinnten Einwohner vollbracht worden. — Auch die Erstürmung und Besetzungder Fcrdiuandswasscrlcitnng durch das Militär wird von einigen Darstellungen erstans den 24. verlegt, wogegen aber der Umstand zu sprechen scheint, daß anüBormit-tage dieses Tages F.-M--L. Ramberg schon ganz ruhig seine Vorbereitungen zurBesetzung der Brigittenau traf, die am Nachmittage wirklich erstritten wurde.
116) S. 178. Fcnneberg behauptet II, S. 270—272, Messcnhanscr habeum den Anschlag Bcm's nicht nur gewußt, sondern denselben auch gebilligt, und I,S. 106, Mcssenhanscr sei so fest überzeugt gewesen, Knchcnbcckcr und Hirsch würdenvom Kriegsgericht verurthcilt werden, daß er bereits den Geistlichen für sie habe be-stellen lassen. Dagegen versichern andere, Messcnhanscr sei mit dem Plane nichteinverstanden gewesen und habe ihn, als er davon crsnhr, zu hintertrciben gesucht.Das scheint uns auch nach dem Charakter und der ganzen Haltung Mcsscnhanser'swährend der Oclobertagc das wahrscheinlichere; zudem hatte er am Tage zuvor, 23.,die ausdrückliche Aufforderung des Gemeinderathes empfangen, dasür zu sorgen, „daßbis znm Schlüsse der Unterhandlungen von Seite der Reichstags-Deputation jede wieimmer geartete Feindseligkeit möglichst hintangchalten werde". Daß er Änchenbeckerund Hirsch in den Schwarzcnberggartcn absühren ließ, konnte er eben so gut deshalbgclhan haben, um sic den Drohungen nnd Verwünschungen von Bcm's Mobilen zuentreißen.
117) S. 179. In Stammcrsdorf stellte sich dem Fürsten der Postmeister Stadlervon Wolffersgrü», wenn wir nicht irren ein gcborncr 'Dachauer, vor, der, mit denZuständen und Verhältnissen der Gegend wohl vertrant, dein Fcldmarscball manche