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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

80) S. 126. Correspondenz aus Klagenfurt imJournal d. öst. Lloyd" Nr. 263v. 23. November, wo es am Schlüsse heißt:Daß übrigens fremdes Geld seinen Wegin unsere kleine Stadt gefunden, dürfte nach verläßlichen Wahrzeichen kaum einemZweifel unterliegen".

80 d) S. 126. Am impertinentesten auch in dieser Richtung geberdete sich dieConstitution" in einem Artikel:Der Landsturm" (Nr. 174 vom 20.), worin gegendie Bauern losgezogen wurde, die sich nicht anfrütteln wolltenaus ihrem thierischenSchlafe, der sie seit Jahrhunderten verdummt, entmenscht und jedes höhere Gefühl inihnen erstickt hat";der österreichische Bauer und sein Pflugochs standen früher anseiner und derselben Stufe". Der Verfasser er zeichnet sichJaques" hält ihnennun alles vor, wasdie Wiener" für sie gethan; und wenn sic sich trotzdem jetztnicht rühren wollten, so schließt der Artikel,so beneide ich euer Rindvieh, daswenigstens den Werth hat, daß man sein Fleisch verkaufen kann".

81) S. 127. Als dieser Schritt im Reichstage bekannt wurde, 23., erregte erdort einen gewaltigen Aufruhr, der nur dadurch etwas gedämpft wurde, daß gleich-zeitig eine südtyrolische Adresse cinlief, die voll antidynastischer Regungen war.An demselben Tage brachten übcrdieß die Wiener Blätter die Nachricht, es seien inder Stadt 150 Tyroler Schützen eingetroffen, die ausgesagt hätten, es werde noch einegrößere Zahl ihrer Landsleute Nachkommen. Wie waren jene nach Wien gekommen?Etwa auf aeronautischem Wege V Denn zu einer der Linien konnte am 23. keine be-waffnete Maus mehr in die Stadt gelangen, geschweige denn 150 ausgerüstete Män-ner. Auch wird während der folgenden Kampsestage nirgends erwähnt, wo dieseTyroler Schützen verwendet wurden. Die ganze Nachricht war offenbar ein Humbug.

82) S. 128.Bedeutung der Wiener October-Revolution" imWiener Chari-vari" Nr. 105 und 106:Ob das edle Volk der Magyaren oder ob das Geschlechtder Habsbnrg-Lothringer von dem Schauplatze der Weltgeschichte treten solle, das istes um was es sich handelt. Das slavische Priucip will sich in der österreichischenGesammt-Monarchie rcalisiren. Es ist für die Slaven weit bequemer, das fertigeOesterreich mit seinen überwiegenden slavischen Elementen schlechthin als das neueslavische Reich zu adoptireu, als ein solches neu zu schaffen. Daß das Slaventhumsich selbst meint, wenn es die Dynastie vorschiebt, das ist die Heuchelei seines Stre-bend. Allerdings ist Oesterreich historisch-nothw endig: für die Habsburg-Lothringische Dynastie ^(denn was soll diese beherrschen, wenn jetzt Oesterreich zerfällt?),für die Beamteu-Hierarchic, für die Armee, für das Pfaffenthum, für die Banquiers,Krämer und Spießbürger, deren Renten an de» Coupons der Staatsschuld hängen.Aber Oesterreich ist vernünftig überflüssig für die Freiheit der Völker und fürihre humane Entwicklung". Höchst bezeichnend für die Tendenzen der radicalenDeutschthümler in Wien ist, was Fröbel in seinenBriefen" S. 10 erwähnt.Fröbel war nicht bloß für die Aufrechthaltung Oesterreichs, er wollte dieses sogar zumMittelpunkte eines mitteleuropäischen Staatensystems machen und gewissermaßenDeutschland in Oesterreich aufgehen lassen. Auch Blum war für diese Idee. Aberwer war dagegen? Die Wiener Radicalen, welche durchdie rücksichtsloseste Inter-pretation der ZZ 2 und 3" auf dieZertrümmerung des österreichischen Staaten-systems" loSarbciteten.Bei einer Unterhaltung über diese Angelegenheit", schreibtFröbel,hatte ich Robert Blum ans meiner Seite, während mir Becher und Jel-linek opponirten.

83) S. 128. Z. B. vomdeutschen Vaterlandsverein in Dresden".MitHoffen und Bangen sind die Blicke aller Deutschen auf Wien und seine nächsten