Anhang.
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2) Durch einen Angriff auf den zwischen der 2 t. Marxcr Linie und dein Wiener
Donau-Canal liegenden Theil der Linie womöglich in den Besitz der Vorstädte
Landstraße, Erdberg und Weißgärbcr zu gelangen.
Hierdurch würde eine Anfstellnng im nächsten Bereiche der innern Stadt gewon-nen, aus der man nach Umständen durch Geschiitzfener ans dieselbe cinwirkcn odereinen andern Angriff, sei cs nun gegen die Stadt oder die nächstgelegcncn Vorstädte,nnternehmcu kann.
Um die Vcrtheidiger der Stadt über den eigentlichen Angriffspunkt möglichstlange in Ungewißheit zu erhalten, somit die Coneentrirnng ihrer Äräste ans dem be-drohten Punkte zu verhindern, haben gleichzeitig Schcinangrisse gegen die Nnßdorfer-,Währinger-, Hernalser-, Lerchenfeldcr-, Mariahilfer-, Hundsthnrmcr- und MatzlcinS-dorser Linie gerichtet zu werden, welche sich jedoch hauptsächlich ans das Unterhalteneines lebhaften Geschützseuers zu beschränken haben. Gegen die Gumpendorfcr Linie,welche durch ihre Lage gegen jede Geschützwirknng gesichert ist, müßte man sich durchBesetzung und Verbarricadirnng der nächst gelegenen Zugänge von Fünf- und Sechs-HauS gegen etwaige Ausfälle sichcrstellen.
Ein gleiches hätte auch von Fünfhaus aus gegen die Mariahilfer Linie zu ge-schehen.
Zur Ausführung der hier im allgemeinen angedentcten Disposition wird Folgen-des festgesetzt:
Der Angriff auf die Lcopvldstadt, welcher durch die bereits stattgcfnndcnc Be-setzung des Nordbahnhoses und des Ansganges des Pratcrsterncs sehr erleichtertist, hat mit den dort gegenwärtig stehenden Truppen unter der Leitung des F.-M.-L.Ramberg ansgeführt zu werden, an welchen somit die Brigaden Gramont, Wyß undFrank angewiesen sind.
Der Angriff gegen die Vorstädte Landstraße, Erdberg und Weißgärbcr erfolgt,durch 7 Bataillons des I. Armee-Corps, und wird durch zwei und eine halbe zwölfpfün-dige Batterie, welche ihr Fener hauptsächlich gegen die St. Marxcr Linie und nachUmständen auch gegen den Südbahnhof richten werden, unterstützt.
Die eigentliche Vorrückung wird am entsprechendsten durch ein Vorgehen in derNiederung, somit durch den dort bestehenden Ridean gedeckt, stattfinden; um so mehrals der unterste Anschluß der Linie ans leicht wegznränmenden hölzernen Plankenbesteht.
Zu diesem Ende wird eine Pionier-Compagnie vom II. Armee-Corps zur Ver-fügung der Angriffs-Colonne gestellt und deren rechtzeitiges Eintreffen von Jnzersdorsaus verfügt werden.
Nach Maß, als die Truppen in den genannten Vorstädten Vordringen, habensie durch Besetzung der in ihrer linken Flanke liegenden Uebergänge über den Wiener-Neustädter Canal sich gegen etwaige Seitenangrifse zu sichern, so wie andererseitsdurch Besetzung der Sophien- und Weißgärbcr- Mene Franzens-Kctten-) Brücke sichmit den ans dem linken Wiener Donau-Canalnfer befindlichen Truppen in Verbin-dung zu setzen.
Gelingt es den Truppen, bis an den Wienflnß vorzndringcn, so haben sic sichdurch Besetzung des Jnvalidcnhanses, des neuen Manthhanses und der sonstigen znrVertheidignng geeigneten Gebäude, so wie der Uebergänge über die Wien, dort scst-zusetzen.
Als Reserve dieser Angriffs-Truppen hat eine Brigade des I. Armee-Corps hinterdem Orte Simmering aufgestellt zu werden.