Belagerungszustand.
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Gränze geschafft. Preußen dagegen verweigerte die Aufnahme oderden Durchzug aller jener Emigranten, die nicht seine Staatsangehö-rigen seien, und auf die Stadtgemeinde Krakau fiel nun die Last, fürdie einstweilige Unterbringung und Erhaltung der nnerbetenen Gästezu sorgen. Bis zum 18. war deren Zahl auf 101 angewachsen, dietheils in Podgvrze theils im Paulanerkloster auf Skalka untergebrachtwurden; weitere 70 wurden erwartet, für die inan Räume im Ber-nardinerkloster Herrichten ließ.
In Lemberg zeigten sich, wie dieß jederzeit nach unterdrücktemAufstande wahrzunehmen, noch hin und wieder Nachwehen der vor-ansgegangenen bewegten Zeit. Es ließen sich vereinzelte Abzeichender früheren Nationalgarde sehen, in Wirthshäusern und Cukiernienfielen leidenschaftliche Reden gegen die Regierung, das Militär, dieMaßregeln des Belagerungszustandes. Hammerstein und Bordolomußten wiederholt drohen, in einzelnen Fällen auch strafen; einigeder am meisten gravirten Legionäre wurden unter die Soldaten ge-steckt. Im Großen aber wurde die Ruhe nicht weiter gestört unddie überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung befand sich unter demWehen des kaiserlichen Banners besser, als sie sich früher unter dertumultuarischen Herrschaft des weißen Adlers gefühlt hatte.