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III. 33. Nachspiel,in Lemberg, 1. und 2. November.
ciere. Einige Deutschmeister sprangen vor und drangen mit Kolben-stößen ein, als aus dem Durchhause nächst-dem Gubernial-GebäudeSchüsse sielen, die zwei Soldaten verwundeten. Nun gab das Militärohne Commando Feuer, das von den Nationalgarden erwiedert wurde;der Ruf „äo -Broai!" erscholl von neuem, die halb abgetragenenBarricaden wurden in frischen Stand gesetzt, in den Fenstern erschie-nen Bewaffnete, die ihre Gewehre gegen die Truppen losbrannten.Die beiden Divisionen Deutschmeister und Stephan, auf offenemPlatze den Schüssen der Aufständischen zu sehr ausgesetzt, wurden indas Gubernial-Gebäude gezogen, die Eingänge verrammelt und in dieFenster die besten Schützen postirt, die nun ihrerseits von den Vor-theilen ihrer Stellung Gebrauch machten, so daß bald niemand wagenkonnte sich in einem Hause oder auf der Straße blicken zu lassenund auch die Nationalgarden sich in die Stadt zurückzogen. Aufdem Bernardinerplatz besetzten Grenadiere vom Bataillon Kopystynskidas anstoßende Kloster, au dessen Fenstern sich Bewaffnete gezeigthatten, nahmen dieselben fest und übergaben sie der Wache im nahenGeneralcommando-Gebäude, während einzelne Soldaten, luchsäugigeHuculen, jeden Busch und Baum als Deckung benützten, um sich nähergegen die Stadt zu schleichen und den ersten besten, den sie gewahr-ten, auf's Korn zu nehmen. Einer erkor sich den Nathhausthurmzum Ziele und schoß jeden, der sich oben zeigte, mit solcher Sicher-heit nieder, daß sich zuletzt niemand von den Aufständischen hinauf-traute. Auf den übrigen Punkten thaten die gegenseitigen Schüssewenig Schaden, da die Truppen zu entfernt standen, als daß die ausden Häusern der Stadt entsendeten Kugeln sie wirksam erreichenkonnten, und umgekehrt.
Eine neue Deputation erschien bei Hammerstein, der eine aber-malige Frist bis ^ auf 10 Uhr gab, binnen welcher seinen Forde-rungen unwiderruflich entsprochen sein müsse. Er sandte den Ge-neral Bordolo in die Stadt, dem sich der Chef der NationalgardeGeneral Wybranowski beigesellte. Beide erschienen vor den Barrica-den, redeten den Leuten wohlmeinend zu, ließen es an Vorstellungenund Warnungen nicht fehlen; doch die Antwort lautete: „erst müssedas Militär abziehen, Hammerstein solle es aus der Stadt führen".Die anberaumte Frist war fast abgelaufen, als Bordolo dem Com-mandirendeu den Nichterfolg seiner Bemühungen anzeigte, während