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III. 33. Nachspiel in Lemberg, I. und 2. November.
bei einem kühnen Neiterangriff den Obersten eines französischenDragoner-Regiments mit eigener Hand vom Pferde hieb, 1808 und1800 als königl. westphälischer Officier in Spanien, 1812 in Ruß-land, 1813 in Sachsen gefochten und sich für seine tapfern Thatenam Ebro den Orden, an der Elbe das Ofsicierskreuz der Ehrenlegionerworben, als er nach dem Beitritt des Kaisers Franz zu dem großenBefreiungsbunde an der Spitze seiner Husaren-Brigade zu den öster-reichischen Truppen übertrat, unter deren siegreichen Fahnen er sichdurch seine entscheidende Bravour beim Angriff auf Lyon, 20. März1814, den Anspruch auf das Theresienkreuz erwarb. Nach Beendi-gung der Kriege gegen Napoleon in vielfachem Wechsel fast in allenösterreichischen Ländern garnisonirend, 1823 zum Generalmajor 1832zum Feldmarschalllieutenant befördert, rief ihn im April 1846 seineBestimmung als commandirenden General nach Galizien. Ein alterHaudegen, den Leib mit Schrammen wiederholter lebensgefährlicherVerwundungen, die Brust mit Orden aller europäischen Staaten be-deckt, nahm Hammerstcin in Lemberg, unmittelbar nach Unterdrückungdes galizischen Aufstandes von 1846 und dann wieder nach denMärztagen 1848, eine Stellung ein, die seinen soldatischen Neigungendie schwersten Prüfungen auferlegte. Wenn es den Befehlshabernder kaiserlichen Truppen, wie ihnen nach jeder blutigen Katastrophevon der Partei des Umsturzes vorgeworfen wurde, nur darum zuthun war, Conflicte mit der Bevölkerung herbeizuführen, um ihre„verthierten Söldlinge" gegen das „unschuldige Volk" loszulassen, sowar ihnen im Jahre 1848, in jeder größeren Stadt Oesterreichshundertfacher Anlaß dazu geboten. In Wahrheit war aber ihreHaltung die gerade entgegengesetzte. Die kaiserlichen Generale, nachder langen Friedenszeit meist ältere Herren von Ruhe und Erfah-rung, bewiesen fast allerorts den unausgesetzten Herausforderungeneiner entfesselten Parteiwuth gegenüber eine Langmüthigkeit, welchedie höchste Anerkennung verdiente. Wären sie die rohen Wütherichegewesen, als die sie von den Hetzern der Straße ausgeschrien wur-den; hätten sie der maßlosen Erbitterung ihrer Monate hindurch ge-reizten Soldaten die Zügel schießen lassen, anstatt mit den schärfstenBefehlen und Androhung des Standrechts deren gefährliche Wuth inZaum zu halten, so würden Krakau im April, Prag im Juni, Wienim October von ganz anderen Ausschreitungen zu erzählen gehabt