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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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400 HI- 28. Bombardement der imiern Stadt, 31. Octobcr N.-M.

sammelten sich wieder und drangen auf's ueue vor 2"), bis einezweite Kanonenladung, die mehrere ihrer Leute niederstreckte, sie zumRückzug zwang. Zum drittenmal setzte man die beiden Zwölfpfünderin Thätigkeit, denen eine lange Haubitze beigegeben wurde, um dieThorflügel iu Brand zu stecken. Gleichzeitig sandte Csorich an denFeldmarschall die Meldung, daß die Basteien stark besetzt seien undjeder versuchte Angriff hartnäckigen Widerstand finde.

Die Beschießung der Stadt dauerte diese ganze Zeit hindurchmit ununterbrochener Heftigkeit fort. Ihre verheerendste Wirkungtraf jene Stadttheile, von deren Thorwällen die Herausforderungdes Militärs begonnen hatte. Auf- und abwärts vom Burg- undvon den beiden Kärntnerthoren sielen die Geschosse nicht in Zwischen-räumen, sondern wie in einem Zuge ohne Unterbrechung ein. Fastalle Fenster gingen bei der Erschütterung in Trümmer, selbst Thürenin den Häusern sprangen wie bei einem Erdbeben von selbst auf. Baldwar kein Haus zu finden, das nicht mehr oder minder beschädigt wurde.Die Leiden Eckhäuser der Kärtnerstraße waren wie siebartig angelöchert.Im Palais Schwarzenberg am Mehlmarkt zersprang eine Granatemitten im Credenz-Zimmer und schlug die kostbaren japanesischenPrunkgefäße in Trümmer. Einzelne Kugeln flogen bis auf den hohenMarkt, wo zwei im Gemäuer des Sina'scheu Hauses stecken blieben.An mehr als einem Punkte brach Feuer aus, dessen man jedoch inden meisten Fällen, da seit vielen Tagen Vorsichten dagegen getroffenwaren, schnell Meister wurde. Einzelne Gebäude aber waren derBeschießung derart ausgesetzt, daß sie, kaum daß man an einem Ortedas Element gedämpft hatte, an einem andern wieder in Brand ge-riethen. Gleich bei Beginn der Beschießung flog ein Zwölfpfünderdurch die Mauer des vierten Stocks im Augustinergebäude, fuhr überden Gang, zerschmetterte eine Thür und fiel im Zimmer zu Boden.Kurz nachher traf eine andere Kugel das Dach und stürzte durcheinen Rauchfang in den Hof hinab, der im Nu in eine Staubwolkegehüllt und von herabstürzenden Ziegel- und Mauertrümmern bedecktwar. Eine einfallende Granate zertrümmerte auf einmal vierzigFensterscheiben rc.^"). In das Palais Kolovrat auf der Wasser-kunstbastei fielen die Geschosse Schlag auf Schlag; eine Kugel flogdurch das Dach des Hintergebäudes, eine andere in den Pferdestall,daß die edlen Thiere vor Schrecken hoch aufsprangeu. Plötzlich