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III. 25. Schlacht bei Schwechat am 30. Octobcr.
hatte. Aehnliche Auftritte fanden auch an anderen Punkten stattDie ün Conviets - Gebäude gefangen gehaltenen Officiere Zergollernund Jovelie waren ihres Lebens nicht sicher; der Spitalsarzt l)r. Bestmußte ihnen Verband anlegen und sie unter die Kranken einreihen,um sie vor den Nachforschungen des Proletariats sicherzustellen. Ineinigen Vorstädten begannen neue Angriffe auf das Militär. Ausder Josephstadt führte ein gewisser Fizia eine starke Abtheilung Be-waffneter gegen das Breitenfelder Heu-Magazin; die Soldaten, diedaselbst postirt waren, wichen ohne Widerstand zu leisten gegen dieLinie zurück. Von der Lerchenfelder Linie wurden die vom Militärbesetzten Häuser mit Geschütz- und Kleingewehrfeuer ans das heftigstebeschossen. Auch vor der Mariahilfer Linie ging der Kampf vonneuem los. In der Leopoldstadt stand am Ausgang der Ferdinands-brücke zwischen den beiden Kaffeehäusern eine Gruppe von Officierenvon Fürstenwärther, als von der Rothenthurmbastei eine Kartätschen-ladung um ihre Köpfe sauste; es war ein günstiger Zufall, daß keinervon ihnen getroffen wurde.
Von 2/4 auf 1 Uhr Nachmittags datirte der zweite Zettel vomStephansthurm:
„Die Schlacht scheint sich gegen Ober-Laa und Jnzersdorfzu ziehen. Der Nebel verhindert eine klare Ansicht. Bis jetztscheinen die Ungarn im siegreichen Vorschreiten begriffen zusein. Im Falle ein geschlagenes Heer sich den Mauern der Stadtnähern sollte, so wird es Pflicht aller Wehrkörper sein, sich auchohne Commando unter das Gewehr zu stellen."
Damit war der Capitulations-Bruch ausgesprochen. An den Bezirks-Chef der Wieden erging ein mit „Messenhauser" Unterzeichneter Be-fehl: „Wenn sich zwei Heere unter den Mauern der Residenz schlagen,ist es Pflicht eines jeden Wehrmannes unter die Waffen zu treten.Es werden demnach sämmtliche Wehrmäuner nochmals alles Ernstesaufgefordert, dem gegebenen Befehle Folge zu leisten, ohne welcheskein Resultat zu erzielen ist." Mag nun der Befehl wirklich von Messen-Hauser ausgegeben — der Styl spricht dafür" — oder mag, wie seineVertheidiger wollen, sein Name misbraucht worden sein, jedenfallswar er im Geiste der zweiten vom Stephansthnrm herabgelassenen,von ihm herstammenden Kundmachung. Diese, so wie die frühere,in tausenden von Exemplaren gedruckt, fand überall schnelle Verbrei-