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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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III 25. Schlacht bei Schwechat am 30. Oetober.

den nicht verlangenden Blicken der Vorübergehenden enthüllte. Am29. und 30. sah man schon ganze Haufen solcher Amazonen durchdie Straßen ziehen. Im wunderlichsten Aufputz, mit Gewehren,Säbeln und Rappieren, viele mit Stangen und Picken bewaffnet, dieeinen mit recht ernst gefalteter Miene gerade vor sich hinschauend,andere frech und frei um sich blickend, auch einzelne Verschämte dar-unter mit zerknittertem Modehut, hinter dessen herabgelassenemSchleier sie ihre Züge zu verhüllen suchten: so marschirten sie in ge-schlossenen Reihen einher, wenn nicht etwa eine, welche geistigen Ge-tränken zu stark zngesprocheu, schwankenden Schrittes aus dem Tactesiel. Es war ein Anblick eher zum Ekeln als znm Lachen, der nurhie und da einem Mobilen oder einem Nudel ausgelassener JungeneinVivat" entlockte. Doch selbst diesen war die Sache mitunterzu arg.Was wollen diese Närrinnen?" rief jemand, als ein solcherTrupp an ihm vorüberzog.Sie wollen die Soldaten todtschießen,die sie immer aus den Casernen hinausgepeitscht haben" ", antworteteschlagfertig ein Schusterjunge.

Trotz solcher bedenklichen Anzeichen durfte man nicht die Hoffnungaufgeben, die Mehrzahl jener verführten Leute allgemach wieder aufden rechten Weg zu bringen. Was man auch von ihnen zu hörenbekam, es waren mehr Ausbrüche der Verzweiflung, als ernstgemeinteVorsätze es zum äußersten zu treiben. Selbst die zahlreicherenRäusche schienen dafür zu sprechen, daß jene, von der Ahnung be-schlichen mit dem guten Leben werde es nun doch zu Ende gehen,einen letzten schweren Abschied von den so lieb gewordenen Weinkrügengenommen hatten. Von Seite der Behörden geschah alles mögliche,die allgemeine Sicherheit nicht gefährden zu lassen. Starke Abtei-lungen der Nationalgarde hielten alle öffentlichen Gebäude besetzt.Meffenhauser erhielt auf sein Verlangen eine Summe von 9000 fl.,um jedem der abgefalleuen Soldaten, deren verzweiflungsvolle Wider-spänstigkeit am meisten zu fürchten war, ein Fersengeld von 20 fl.zu verabreichen. Der Gemeiuderath scheute kein Opfer die Entwaff-nung durchzuführen; man bezahlte den Leuten bis zu 10 fl, daß sieihre Gewehre ablieferten. Eine öffentliche Kundmachung sicherte allen,die sich der Entwaffnung fügen würden, die Fortdauer der ihnenbisher gewährten Unterstützung für so lange zu,bis die gegenwär-tigen gestörten Gewerbsverhältnisse geordnet und ihnen der selbstän-