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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Trefscn bei Kostolua, 28. October.

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Gewehren, andere mit Piken und Sensen bewaffnet. Außerdemwaren bei 2000 Mann Landstürmler aus dem Barser und an 8000aus den obern Theilen des Neutraer Comitats, sowie 1200 wohl-bewaffnete Natioualgarden aus Neuhüusel im Anzug. Au Geschützenstanden Ordödy vier Dreipfünder und zwei einpfüudige Feldschlangen,die er sich aus der nahegelegenen Festung Leopoldstadt verschafft hatte,zur Verfügung.

General Simunic rückte an demselben Tage, 27., in Trencinein, an welchem kurz vor ihm Ordödy die Stadt verlassen hatte. Erwollte seinen Truppen, die binnen zwei Wochen den Weg von Duklabis Sehpusch, über das Gebirge nach Caca, dann von da bis Tren-cin fast ohne Aufenthalt zurückgelegt hatten, eine kleine Ruhe gön-nen; als er jedoch die Aufstellung seines Gegners so nahe der Stadterfuhr, brach er in den ersten Nachmittagstunden des 28. auf undstand um 3 Uhr schlagfertig bei Rybari. Ordödy hatten einen Theilseiner Massen in Kostolna, dessen Eingänge stark verrammelt waren,postirt; andere Abtheilungen hielten die nordwestlich vom Dorfe ge-legenen bewaldeten Höhen besetzt. Simunit! ließ beide Stellungenzu gleicher Zeit angreifen. Der Kampf währte nicht lang. Durchdie Bodenverhältnisse begünstigt, hatte das L.-W.-Bataillon Nugent un-ter Führung des Hauptmanns Fedrigoni bald den Hang erstiegen unddrang, von einem heftigen, aber unwirksamen Gewehrfeuer empfangen,mit gefälltem Bajonnet auf den Feind los, der schnell den Rückenwandte. Mittlerweile hatte Simunic seine Kanonen gegen Kostolnain Thätigkeit gesetzt, während rechts und links von der Straße einigeCompagnien zum Sturm vorrückten. Nun waren die Landstürmlernicht mehr zu halten; die Nationalgarden wurden mit fortgerissenund nur die Division Prinz von Preußen trat in geordnetem Marscheden von Ordödy anbefohlenen Rückzug an. In Kostolna standeneinige Häuser in Hellen Flammen; doch mitten hindurch trieb Simunicdie zagenden Fuhrleute an, Kanonen und Pulverkarren in gestreck-tem Lauf in's Freie jenseits des Dorfes zu bringen, um dein Feindenoch einige Schüsse nachzusenden. Viele der Fliehenden sprangen indie Waag, in deren Fluthen manche, des Schwimmens unkundig, einnasses Grab fanden. Der größte Theil von Ordüdh's ungeregeltenHaufen stob nach allen Richtungen auseinander; den Rest brachte erhinter den Wällen von Leopoldstadt in Sicherheit. Die zu seiner