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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
Entstehung
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325
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Unruhen in der Lombardei.

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Uch vom Comersee zu rühren begann, halfen alle Vorkehrungen nichts.Zinn Theil von reichen Mailänder Flüchtlingen mit Geld unterstützt,beinächtigte sich ein bewaffneter Haufe bei Locarno des DampfersBerbano" am Langensee, andere zogen von Giubiasco über denPaß Foriv nach Gravedona. Im Jntelvi-Thals-, in den Gebietenvon San-Fedele und Porlezza war alles in Aufstand; bewaffneteBanden überfielen einzelne Finanzwachposten, gruben an mehrerenStellen die Straßen ab, verbarricadirten die Galerien, besetzten dieAusläufer des Gebirges zu beiden Seiten des Sees von Mezzola.In Chiavenna wurde die Republik ausgerufen, einer der angesehen-sten Einwohner Francesco Dolgino stachelte das Volk auf. Daerhob sich der gefürchtete GeneralEinhau" wie die Italiener,denen das H zu Anfang eines Wortes bekanntlich Schwierigkeitenmacht, Hahnau's Namen anssprachen, sammelte in Colico zehnCompagnien und eine halbe Raketen-Batterie und ließ gleichzeitig vonder Straße und mittels Barken vom See aus angreifen. Die Auf-rührer hielten nicht lange Stand, bald war Verceja genommen, wosich große Munitions-Vorräthe fanden; ein Theil des Ortes ging inFlammen auf, 28. October. Andern Tages zog Haynau gegen No-rmte; eine Deputation der Stadt kam ihm entgegen, die ihr Bedauernüber die stattgefundenen Ereignisse ausdrückte. Ohne weitern Wider-stand zu finden, rückte er noch denselben Tag in Chiavenna ein,legte den Einwohnern, weil sieNeue und Unterwerfung gezeigt',eine Geldbuße vonnur" 20009 Lire auf und machte ihnen dieWiederherstellung der Poststraße bis zur Adda sowie der Brücke überden Fluß zur Pflicht; auch sollten sie die in ihre Stadt verlegten Trup-pen unterhalten und außerdem jedem Mann für den Tag 20 kr.,den Officieren die rangsmäßigen Diäten zahlen; wenn nicht allespünktlich erfüllt würde, versprach Haynau mehr Truppen Nachkom-men zu lassen und bei den Bürgern einzuquartieren. Die eingefalle-nen Freischaaren waren schnell wieder auf tessinischem Gebiet. Mun-zinger verlangte jetzt ernstlich die Ausweisung Mazzini's und die Weg-schaffung aller Flüchtlinge; die Kantonsrcgierung wollte jedoch dieMaßregel auf jene beschränkt wissen, die sich thatsächlich an deinPutsch betheiligt hätten. Radecky drohte mit der erneuerten vollen-Strenge seiner Maßregeln. In den ersten Novcmbcrlagen wimmelte