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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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291
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Bekanntwerde» des Ergebnisses der Abstimmung, Zgl

Orten wurde das Placat herabgerissen 2"2>. Ein anderer Aufruferging vom Gemeinderathe analle Arbeiter der bewaffneten Corps,sowie alle unbemittelten Nationalgarden", ihre Waffen abzuliefern,wogegen ihnen verheißen wurde, daß sie die bisher bezogenen Geld-beträge noch so lange fortbeziehen sollten,bis die gegenwärtig ge-störten Gewerbsverhältuisse wieder geordnet und ihnen der selbständigeErwerb möglich geworden sein wird". Auch darüber gab es mancherleiBemerkungen. Doch der vorherrschende Eindruck, den die Kunde vonder bevorstehenden Uebergabe der Stadt hervorrief, war der froherBefriedigung'^). Viele fürchteten zwar einen Rückschlag von Leitedes bewaffneten Proletariats, doch andererseits hofften sie einen bal-digeil Einmarsch der Truppen, der allen weiteren Ausschreitungendesselben ein für allemal ein Ende machen würde. Wo sich mis-vergnügte Stimmen laut machten, wurden sie durch die Vorstellungender Besonneneren beschwichtigt. In einem Haufen, den einzelneBrauseköpfe zur Auflehnung zu bereden suchten, erschien ein jungerLegionär, dem seine studentischen Abzeichen sogleich Gehör verschafften.Den ganzen gestrigen Tag habe ich im Feuer gestanden", sagte er,und was ich gestern gethan, bin ich bereit auch heute zu wagen.Mein Leben ist mir nichts, ich habe das bewiesen. Darum darf ichaber auch jetzt reden, wie es mir um's Herz ist. Ich habe nichtEltern, nicht Verwandte, ich habe für die Wiener gekämpft. Nungilt es aber an die zu denken, deren Hab und Gut durch Fortsetzungdes Kampfes hingeopfert würde. Darum habe ich dafür gestimmt,daß der Kampf aufgegeben werde, und ich glaube damit eben so rechtgethan zu habeil, wie friiher durch meine Aufopferung." StürmischerBeifall lohnte das warme Wort, und die Aufreizer hatteil ihre Sacheverloren. Selbst die Mitglieder des Reichstages sehnten sich herz-lich nach dem Abschlüsse des unseligen Zustandes, in den sie sichverfahren hatten. In der Permanenz gab es nichts mehr zuthun, und doch durften sich die Mitglieder, so lange die Ge-schäfte nicht förmlich abgeschlossen waren, nicht entfernen. Sehn-süchtig blickte so mancher, dessen Wohnung in einer von den Trup-pen besetzten Straße lag, von den Basteien hinüber, von wo ihmdie weißen Friedensfahnen zuwinktenund wo es, wie Leuteerzählten die von draußen in die Stadt kamen, gar so munterund lustig herging und wo sogar die als Erz-Radicale verschrienen