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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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276 II ^9. Einnahme der Landstraße und Levstoldstadt, 28. Octvber.

heilvollen Tages bis in das späte Dunkel der Nacht auf diese oderjene Art uin's Leben kamen, wird sich wohl schwerlich je genau aus-mitteln lassen '"). Als glücklich konnten sich jene preisen, die, wennauch unter zahllosen Misshandlungen, in's Hauptquartier abgeführtwurden. Es war in vielen Fällen ihre einzige Rettung, besonderswenn ihre Sache zur Kenntniß des menschenfreundlichen Feldherrnkam, wie davon der bürgerliche Fragner Anton Ullmayer zu erzäh-len wußte, derans seinem Transporte von der Leopoldstadt nachHetzeudorf neunmal gehenkt und viermal erschossen wurde" und zuletztdoch mit dem Leben davon kam '0»).

Aber auch das Militär hatte seinen Sieg theuer erkauft- SpätAbends verließ die Geistlichkeit von St. Johann, von Grenadierenbegleitet, den Pfarrhof; wo sie an Soldaten vorbeikamen, fielen dieseans die Knie nieder und schlugen an ihre Brust; ihr Weg ging aufden Nordbahnhof, wo reihenweise die verwundeten Soldaten, mancheTodte darunter, lagen. Eine andere solche Lagerstätte war im Au-garten, und auch da sah man, kaum daß der Kampf nachgelassen,das kleine hin und her schwankende Lichtchen einer Laterne durch dasPortal sich heranbewegen; es war der Priester mit seinem Meßner,der den Sterbenden den letzten Trost der Sacramente zu spendenkam. Die Kranken lagen im Spital, die Todten wurden hinausge-tragen und in demallen Menschen von ihrem Schätzer gewidmetenBelustigungsort" auf den Boden gelegt. Am nächsten Morgen gin-gen die Soldaten die lange Reihe ihrer gefallenen Cameraden ab,nachzusehen, ob nicht einen ihrer näheren Bekannten das schwarzeLoos getroffen. Einem bärtigen Landwehrmann aus Böhmen rolltendie Thränen über die Wangen, als er seinen Landsmann, denBataillonstambonr, todt hingestreckt sah.In Italien", erzählte erin rührender Weise,hat er fünf Gefechte mitgemacht, dem offenenFeind gegenüber, und hat sein Leben heimgebracht seinem Weib undseinen fünf Kindern. Und nun hat er in Wien fallen müssen, inder Stadt, von der er immer so viel schönes zu erzählen gewußt,und wie er hier, da er als Handwerksjunge in die Lehre ging, seineschönsten Tage verbracht und sein nachmaliges Weib als Kindermäd-chen kennen gelernt. Das ist doch hart und unglückselig, aber dieHerren bedenken das nicht." Ans schlichtem Munde eine unbewußteParaphrase des oft citirten (fiuäquiil ckolirant r6A08, plootuntui ^obivi!