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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Gräuel und Bcrwüstunq,

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soph genug", sagte er in einer Eingabe an das med.-chir. Vice«directorat,um den Verlust eitler Güter mit Gleichmnth zu ertra-gen; aber meine ganze wissenschaftliche Existenz vernichtet zu sehen,erfordert mehr Resignation als sie meinem Charakter verliehen ist,"

Außer der großen Brandstätte in der Jägerzeile und zu beidenSeiten derselben stand die Lilienbrnnngasse an zwei Endeil in Flam-men, ebenso die Nothbrücke nächst der Biberbastei und die nebenanbefindlichen HolzlegestättenWeiter hinab am Canal branntensechs bis acht Häuser unter den Weißgärbern und noch tiefer unten,schon nahe an der Erdberger Linie, der Gasometer. Auf der Land-straße war kein Brand wahrzunehmen; nur an ihrem Ausgange be-leuchteten die brennenden Holzbaraken, die den Mobilen zur Lager-stätte gedient, die herrlichen Umrisse des Belvedere, so daß entferntereBeobachter fürchten konnten, das Gebäude selbst mit seinen reichenKnnstschätzeu stehe in Flammen, Von da bis zur HundSthurmer Liniewaren der Brandstätten so viele, daß man die einzelnen kaum voneinander scheiden konnte und, je aufmerksamer man durch den Tubushinsah, immer wieder neue Feuersäulen herausfand. Es waren dieGebäude der Gloggnitzer Bahn, die Hüusergruppe nächst der Matzleins-dorfer Linie, dann mehrere Gebäude in der Johannagasse am Hunds-thurm.

An diesen letzteren Orten ging es überhaupt von Seiten dersiegestrunkenen Soldateil gräulich zu. Es läßt sich für Acte solchenCharakters keine Entschuldigung Vorbringen, nur eine Erklärung,'Wie wir schon früher erzählt, kamen die Truppen in einer nur zugereizten Stimmung gegen Wien. Dabei hatten einzelne Truppen-körper noch ihre besonder» Gründe zur Erbitterung. Vom RegimentHeß hatteil die Aufständischen verbreitet, es passe nur ans die Ge-legenheit zum Volke überzngehen. Die Rnthenen des Regiments Nassauhatten am 6. October am Tabor viele Leute verloren und lechztendarnach, den Tod ihrer wie meuchlings hingeopferten Cameraden zurächen. Von der Fahne des Regiments Latour flatterte wegen desTodes seines Inhabers das schwarze Band; das böse Gewisseil derAufständischen machte daraus eine ganze schwarze Trauerfahne undkein Pardon" sei die Parole seiner Soldaten. War das Bewußt-sein der erlittenen Schmach nicht der Mannschaft aller Truppenkör-per eigenWas geht mich Latour an", sagte ein Soldat von