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II, 18, Allgemeiner Angriff am 28, Oktober,
bricht glücklicherweise die Gewalt des Geschosses, doch die Erschütte-rung ist heftig genug, daß auch Schneider den Kampfplatz ans eineZeit verlassen muß. Aber auch die Aufständischen, obgleich sie sichnirgends in den offenen Kampf hinauswagten, hatten große Ver-luste, Der Anführer der Linzer wurde hinter der Kirchen-Barricadedurch eine Kugel niedergeschmettert, Hrabovsky durch eine Verwun-dung kampfunfähig gemacht. An 80 Verwundete wurden aus derPraterstraße allein davongetragen. Ein Mobilgarde lief mit derKugel in der Brust bis zur Pfarrthüre von St, Johann, wo er zu-sammenbrach; ein herbeigerufener Priester gab ihm den letzten Trostder Sterbenden. Manches begeisterte Jünglingshaupt sank da blaßund starr in den Staub und mit ihm der edle Wahn, der es fort-gerissen, für eine „gerechte", eine „heilige" Sache in den Kampf zugehen! Doch von all denen, die das Unheil angestiftet, von denWortführern der Clubs, von den Hetzern der Presse, wurde nichteinem ein Haar gekrümmt'^), Während in der Jägerzeile derblutige Streit ausgesuchten wurde, den er durch seine Declamationenmit angefacht hatte, löste sich in der innern Stadt der Central-Aus-schuß der demokratischen Vereine bei der „Ente" auf und brachte allePapiere in Sicherheit, um seine Mitglieder nicht bloßzustellen. Hanckallein, der Mitleiter der „Constitution", machte eine Ausnahme undhielt in der Jägerzeile mitten in der Gefahr ans.
Auch im Kampfe ans der Landstraße war um dieselbe Zeit einStillstand eingetreten. Schon waren die ermüdeten Gränzer in dieNähe des Kirchenplatzes vorgedrungen, als eine starke Barricade beimAnsgang der Sterngasse in die Hauptstraße und ein mörderischesFeuern aus Fenstern, Dachlucken und Kelleröffnnngen ihnen neuenStillstand gebietet. Oberst Knezevic von den Ogulinern, am Kopfeverwundet, mußte den Kampfplatz verlassen. Viele Geschütze hattenin dem stundenlangen Kampfe Pferde und Bedienungsmannschaftverloren; es mußten drei Zwölfpfünder der Reserve-Artillerie zurUnterstützung beigezogen werden. Da, mit einennnal sind befreundeteTrommelschläge zur Rechten zu vernehmen; es ist Major Wimmer,der an der Spitze seiner Otocaner, durch die Ausmündung der Erd-berger Hauptstraße auf den Kirchenplatz anrttckeud, den Aufständischenin die Flanke kommt; ein neuer Angriff, von F,-M,-L. Hartlieb per-sönlich geleitet, bricht den letzten Widerstand seiner Gegner, die sich