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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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II. 18. Allgemeiner Angriff am 28 . Oktober.

Mld Haltergnsse gelangt, >vv eine starke Varricade und heftiges Feueraus allen benachbarten Häusern das weitere Vordringen hemmte,während die Colonnen Karger's und Zeisberg's nach Erstürmung einergroßen Barricade nächst dem Bürgerversorgungshaus und Wegräu-mung mehrerer schwächerer Hindernisse in der obern Renuweggasseund am Neustädter Canal an dem Punkte standen, wo von Süden dieFasangasse, von Norden die Ungargasse auslaufen; eine starke Bar-ricade erhob sich da, die zugleich von zahlreichen Schützen in denHäusern vertheidigt wurde. Zur rechten Zeit sandte der BanusVerstärkungen von der Brigade Neustädter nach: das 3. BataillonSt. Georger und das 3. Sluiner stießen zur Colvune Hartlieb's,das l. Otocaner uud das 4. Mauer mit einer Sechspfünder-Fuß-Batterie zu der Karger's und Zeisberg's. Nun wurde auf der eineuSeite der Ausgang der Haltergasse erstürmt und weiter ging es dieHauptstraße hinab; auf der audern konnte die Barricade am Aus-gange der Reungasse und Ungargasse von den neu angekommenenKanonen beschossen werden. Nach Bezwingung des Bollwerkes, etwa2 Uhr N.-M., theilten die beiden Generale ihre Kräfte: mit einer Ab-theilung nahm Zeisberg die Richtung längs dem Neustädter Canal,mit einer andern marschirte Karger den Rennweg hinab, ließ denbotanischen Garten durch Jäger und Litauer säubern und entsandtemehrere Compagnien vom Grenadierbataillon Ferrari zur Besetzungdes Belvedere. Am Donau-Canal drang um dieselbe Zeit Salis bisaus die Hohe der Dampfmühle vor, während Wimmer durch die Erd-berger Hauptstraße hinabrückte. Allenthalben wurden hier die Barri-cadeu, schon sämmtlich verlassen, theils von den Soldaten, theils vonBürgern und Fraueil weggeräumt, von den meisten Häusern wehtenweiße Fahnen. Gemeinde-Deputationen erschienen, welche die Unter-werfung der Vorstadt anboten. Der Soldat erschien als Befreier;keine Gewaltthat fiel mehr vor.

Jenseits des Donau-Canals schien es Namberg vorläufig auf eineallgemeine Beschießung abgesehen zu haben. In der zehnten Vor-mittagstunde fielen im Augarten die grünen Staketen nächst demPortale sowie die Rosenbüsche des Spaziergartens unter den Aex-teir der Zimmerleute, um Platz für eine Batterie schweren Geschützeszu machen. Am Tabor fuhren die Haubitzen des Generals Wyß aufund nahmen die Heindvrf'sche Waggonfabrik in der großen Stadtgut-