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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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II. 16 . Allgemeine Vorrückimg der Armee am 26 , October.

aus dem ungarischen Lager eiugetrvffen war. Jener vertraute Bote,am 25,. aus Pareudorf abgeschickt, kam, wie Therese Pulszky in ihrenMemoiren versichert, richtig nach Wien und wurde von Messenhauserempfangen Bem jedoch erfuhr nichts davon und die EinladungKossuth's zu einer persönlichen Zusammenkunft blieb ohne alle Fol-gen. Letzteres Schicksal hatte auch die Sendung Jvünka's und Dobay'san den Fürsten Windischgrätz, Am 26. bei den kaiserlichen Vorpostenempfangen und mit verbundenen Augen nach Hetzendorf geführt,erhielten sie dort nichts als die Antwort:Mit Rebellen unter-handle ich nicht!" Als sie auf dem Rückwege in das Lager desBanns kamen, wurde nur Dobay durchgelassen.Mit Oberst Jvünkahaben wir eine Abrechnung", hieß es:Ich bin als Parlamentärhier!""Fligely wurde uns auch als Parlamentär gefangen", unddasselbe geschah mit Jvünka. Selbst die Bitte Dobay's, Jvünka sei-nen Diener und seine Kleider schicken zu dürfen, wurde mit denWorten:Er braucht sie nicht" abgeschlagen. Dobay kam allein indas ungarische Lager zurück''^).

Der Vorfall mit Jvünka fiel in die Zeit, wo die Kämpfe, diein der ersten Nachmittagszeit etwas nachgelassen hatten, an denmeisten Punkten wieder in vollem Gange waren. Die Truppen Chiz-zola's hatten um Mittag von Schönbrunn zwei Batterien Zwölf-Pfünder zur Verstärkung erhalten, von denen die Wallgeschütze derAufständischen theilweise zum Schweigen gebracht wurden. Einerbittertes Gefecht entspann sich in Nen-Lerchenfeld, wo die stürmen-den kais. Jäger aus den Häusern beschossen wurden; sich in die Stadtznrückziehend, steckten die Garden denSalon", ein im freien Feldgelegenes Gasthaus, in Brand. Den schwer erkämpften SchmelzerFriedhof hielten die Truppen bis zur einbrechenden Dunkelheit, wosie auf höhern Befehl in ihre frühere Stellung vor Breitensee zurück-gingen. In der Taborstraße wurden die beiden vorderen, zwischenGartenzäunen gelegenen Barricaden von den Aufständischen allmüligpreisgegeben, die dafür durch die östlichen Nebengärten des Augar-tens auf das dort pvstirte Militär eindrangen; es entspann sich einziemlich hitziges Gefecht, das etwa eine Stunde währte, nicht unbe-deutende Verluste ans beiden Seiten zur Folge hatte und mit demRückzüge der Angreifenden endete. Die Truppen Ramberg's besetz-