Verungliicktcr Ausfall Bem's, am 25. Abends.
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blutig röthete und die Umgegend weithin tageshell erleuchtete. DerKampf des Tages hatte beiderseits Menschenleben und gesunde Glie-der gekostet. Noch in derselben Nacht wurden mehrere Jäger, schwerverwundet, in das Spital von Klosterneuburg überbracht. Bei denAufständischen zählte man an zwanzig Verwundete nebst mehrerenTobten; unter letzteren erregte ein noch nicht dreißigjähriger N--G--Hauptmann, IM. Ludwig, die meiste Theilnahme. Drei Geschütze,eben soviel Standarten und viele Waffen fielen in die Hände dersiegreichen Truppen.
Zur selben Zeit, wo Ramberg und Wyß die Leopoldstadt vonNorden faßten, kamen die kaiserlichen Truppen auch von der Süd-seite ihrem Ziele näher. Der getroffenen Abrede gemäß hatte derBanns eine Landwehr-Compagnie Stephan auf Schiffen in dieFreudenau bringen lassen, wo sie das Wirthsbaus nächst dem Renn-plätze besetzte und über die Brücke zum Lustbans im untern Praterdrang, während in ihrem Rücken die Pioniere den Donaucanal zuüberbrücken begannen. Che die Dunkelheit hereinbrach, waren sievüt ihrem Werke fertig, das F.-M.-L. Kempen sogleich von einerDivision Infanterie und 200 Serezanern besetzen ließ. Vergebensstießen die Aufständischen mehrere beladene in Brand gesteckte Holz-schiffe den Fluß hinab; die Pioniere, unterstützt von einigen bürger-lichen Schiffslenten, fingen sie auf und zogen sie an's Land, wo siesie unschädlich machten Auch von der Landseite hatten es dieAufständischen auf die kaiserlichen Truppen abgesehen. Umgeben vonseiner LancierS-Escadron führte Bem gegen 7 Uhr Abends mehr als1000 Mann Leopoldstädter Garden und Mobilen in den unternPrater, ohne Zweifel, um von der Freudenau aus die eben vollendetePontonbrücke anzugreifen oder gar auf das andere Ufer hinüberanszufallen. Als man jedoch in die Nähe des Lusthauscs kam. wurdeinan mit Schüssen empfangen, welche die größte Unordnung zur Folgehatten. Im unsicher» Dunkel schossen Abtheilungen der Aufstän-dischen selbst aufeinander; die Rosse der Krakusen wurden scheu undmehrten die Verwirrung der Mobilen; Bem verlor ein Pferd unterdem Leibe. Alles wandte sich nun zur wilden Flucht, die Bem'sZetern und Wettern nicht aufhalten konnte: als man von der mis-glückten Unternehmung zurückkam, hatte man kaum die Hälfte derLeute beisammen, die auSgczogen waren. Bem war wüthend; er