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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Kossnth im Lager Moga's.

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nahe, daß Moga im Sinne hatte, sein Lager an der Leitha abzu-brechen und mit allen Truppen in derselben Richtung nachzufolgen.Moga hatte auf die Olmüzer Proclamation vom 17., die im erstenAugenblicke in den Reihen der Seinen nur Unwillen erregte, demFürsten Windischgrätz eine einfache, von seiner eigenen Hand unter-fertigte Empfangsbestätigung zngesandt. Allein allmälig begann dieMahnung des kaiserlichen Feldmarschalls ihre Wirkung zu äußern.Man hatte den Leuten zu viel Zeit gelassen darüber nachzudenken,und so erklärten mehrere Truppenkörper geradezu, in keinem Falle dieösterreichische Grünze zu überschreiten, weil das ein Aet offener Em-pörung wäre. Was konnte unter solchen Umständen Moga, dem alsk. k. General selbst nicht wohl zu Muthe war, erwünschter kommenals die Nachrichten aus dem Trenciner Comitat, um seine Schrittenach einer Seite zu lenken, wo er, weil es sich um bloße Vertheidi-gung ungarischen Bodens handelte, auf die Botmäßigkeit seiner Truppenzählen konnte?

In diesem kritischen Zeitpunkte war es, als der Zuzug einerVerstärkung und die Ankunft Kossuth's im Leitha-Lager angekündigtwurde. Moga ging mit den höheren Ofsicieren seines Heeres deinPräses des Landesvertheidigungsausschusses nach Nickelsdorf entgegen,wo sogleich Kriegsrath gehalten wurde. Kossnth bestand darauf, daßman ohne Verzug den Wienern zu Hilfe eile;er führe dem tapfernHeere, das den Feind von Velencze bis über die Gränze Ungarnsgetrieben, 12000 frische Krieger zu, unerfahren zwar noch, dochvon Begierde brennend, auf dem Schlachtfelds mit ihren erprobtenCameraden um den Lorbeer zu ringen". Auch Moga ergriff dasWort, erinnerte seine Officiere an ihre Pflicht, rief ihnen aber zu-gleich die Mängel der ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte in'sGedächtnis und forderte sie auf, freimüthig ihre Meinung zu äußern.Alles blieb stumm. Erst nach einer längern Pause, als keiner derälteren Officiere zu sprechen verlangte, erhob sich der jüngsten einer,Oberst Görgei.Er wolle", sagte er,auf die politische Seite derFrage nicht eingehen; vom nülitärischen Standpunkte jedoch müsse ersich entschieden gegen eine Unternehmung aussprechen, die mit unge-nügenden, zum größten Theile ungeschulten und unerfahrenen Truppengegen eine reguläre kampfgewohnte Militärmacht nur zum entschie-denen Nachtheile der ersteren ansfallen könne". Kossnth hatte den