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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Marsch Simunic' durch das Waagthal.

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hatten Befehl, die in den Ortschaften zurückgebliebenen oder wiederheiingekehrten Einwohner zu versammeln, ihnen anzukündigeu, daßdie kaiserlichen Truppen als ihre Befreier kämen, und sie zur Mit-hilfe aufzufordern. Simunic selbst eilte seiner Colonne voraus undsprach die Bevölkerung in ihrer Mundart au, die Vertrauen zu denerst gescheuten Gästen faßte und ihnen trotz der drakonischen Gegen-befehle der Jnsurgenten-Führer Lebensmittel aller Art zubrachte'").Ohne einen Rasttag zu machen, zog Simunic am 24. von Silleinweiter. Man stieß jetzt auf die ersten Weghindernisse. Die Straßewar an vielen Stellen abgegraben oder durch Berhaue gesperrt, hinterdenen, sowie auf den benachbarten Anhöhen,, feindliche Posten ver-borgen waren, die sich aber nach wenigen Huf' die kaiserlichen Vor-truppen abgefeuerten Schüssen schnell zurückzogen. So gut es dieRaschheit des Marsches zulieb, wurde die Straße wieder gangbargemacht. Bei Bice mußten die zwei über die Waag führenden Brückenhergestellt werden, die Simunic nach dem Hinüberrücken seiner Nachhutwieder abbrechen ließ. So kam mau noch am 24. nach Predmir, daseine Division des abtrünnigen Regiments Prinz von Preußen un-mittelbar zuvor geräumt hatte, am 25. nach Waag-Bpstritz, um amnächsten Tage den Marsch über Jllava gegen Trencin fortzusetzen.

Nach den um die Mitte October in Pest eingetroffenen Nachrichtenhatte man den Einmarsch desRäubers" Simunic von Dukla hererwartet. Ein Bericht des Vice-Gespans der Zips hatte zwar denLandesvertheidigungsausschuß bald darauf in Kenntnis gesetzt, daßder kaiserliche General in westlicher Richtung aufgebrocheu sei. AlleinMariassh hatte gemeint, Simunic werde durch die Arva einfallen;von Schlesien her könne er das nicht, weil dort der Landsturm or-ganifirt sei; übrigens habe die Mannschaft der galizischen Batailloneerklärt, daß sie wider die Freiheit nicht kämpfen, sondern ihre Ge-wehre in die Luft abschießen werde", lieber dem Eljen-Jubel, womitdiese Nachricht im Pester Nepräsentantenhause ausgenommen wordenwar, mußte man es ganz vergessen haben, den Leiter der Vertheidi-gungsanstalten in den nordwestlichen Comitaten von den Mitthei-lungen Mariassy's rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. So kam es, daßBeniczky, der sich auf einen Einfall der Slovakenführer Hurban,Stur und Hodza von der Liptauer Seite gefaßt machte und zugleicheinen Angriff der Thuröczer Nationalgarde auf die Bergstädte be-