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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Kraus und Brestel in Hetzendorf.

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lassen, die ihn nichts anging nnd auf deren gedeihlichen Ausgangnur Kurzsichtige noch bauen konnten, mochte bei sich im stillen inmancher heißen Stunde der letzten Octobertage in den Stoßseufzerausbrechen:Ich wollt', es wäre Pfeifen-Zeit, und alles wäre

gut!"

k6.

Im Laufe des 24. hatte Minister Kraus ein Schreiben des FürstenWindischgrätz erhalten, das ihn aufforderte, sich in Hetzendorf einzu-finden. Kraus hatte hievon dem Reichstagsausschusse Mittheilunggemacht und den Wunsch ausgesprochen, daß ihn ein Mitglied des-selben begleite und der Unterredung beiwohne. Die Wahl fiel aufBrestel, mit dem sich Kraus am 25. früh in das kaiserliche Haupt-quartier verfügte. Windischgrätz ließ den Reichstagsminister mit har-ten Worten an.Wissen Sie", sagte er, indem er ihn am Armfaßte,daß ich Sie als Gefangenen erklären und nicht in die Stadtzurücklassen sollte!" Hierauf Kraus mit seiner unerschütterlichenRuhe:Behalten Sie mich da! Einen größeren Gefallen, wennich nur mein persönliches Interesse befragte, könnte man mir ja nichterweisen. Oder meinen Euer Durchlaucht, ich sei zu meinem Ver-gnügen in Wien?" Windischgrätz blickte jetzt auf Brestel.DerHerr da ist Ihnen wahrscheinlich zur Controls mitgegeben", sagte erzu Kraus. Eine Verhandlung, in solchem Tone begonnen, konntekeinen günstigen Erfolg haben. Der Feldmarschall erklärte, bei denin seiner Prvclamation ausgedrückten Bedingungen verbleiben zumüssen; zu dem Einzigen wolle er sich herbeilassen, die Namen jenerbekannt zu geben, auf deren Auslieferung er bestehe.

Ungefähr dieselbe Antwort, obgleich in freundlicherer Weise,empfingen die Abgesandten des Gemeinderathes, Winter und Brod-huber. In der vertraulichen Besprechung, die sich an die Ueber-reichung der Denkschrift vom 24. knüpfte, kam unter andern die Redeans den Punkt, den schon Pittersdorfs angeregt hatte: die kaiserlichenTruppen unverweilt in Wien einrücken zu lassen und durch sie die