Bay und Puchner.
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sirt, mit Legionspräfecten, Tribunen, Unter-Tribunen versehen, zumAnschluß an das Militär und die geregelte Nationalgarde angewiesen.Auch im Nordosten des Landes, im romanischen Bezirke von N-iszodund im sächsischen von Bistritz wehte das kaiserliche Banner; derenergische Oberst Urban, der „Alpenkönig", war es, der hier denWiderstand gegen die magyarischen Umtriebe sammelte und ordnete.
Die Mittelpunkte der letzteren waren Klausenburg und dasSzeklerland. Baron Vay, noch vom Palatin Erzherzog Stephanmit den ausgedehntesten Vollmachten in's Land gesandt, und BaronBaldacci, vom Pester Ministerium zum General befördert und mitdem Oberbefehl über alle in Siebenbürgen liegenden Truppen be-traut, gingen anfangs mit dem Landes-Commandirenden F.-M.-L.Puchner Hand in Hand, insbesondere so lang es sich nur um Unter-drückung der von beiden Seiten verübten Unbilden und Grausamkeitenhandelte. Allein das gute Einvernehmen war auf die Dauer um soweniger aufrecht zu erhalten, je unverhüllter die Pester Regierung,unter deren Einfluß die Klausenburger Behörden standen, mit ihrenAbsichten hervortrat. Im Szeklerlande wühlte der Regierungs-Com-missär Berzenczei und berief eine allgemeine Versammlung auf dieAgyagfalver Heide, für deren Leitung Vay vorsichtsweise den Gra-fen Emerich Miko bestimmte; auch sollten die Theilnehmer nur unbe-waffnet erscheinen^). Durch das ganze Szeklerland ging jetzt einegewaltige Gährung, von der alle Volksschichten, beide Geschlechter,alt und jung, ergriffen wurden. In Müros-Väsürhely bestieg eineGräfin Lazar, mit tricoloren Abzeichen geschmückt und mit einemSäbel unigürtet, die Brüstung des Marktbrunnens und entflammtedas Volk. Puchner, der sich erst hatte bereden lassen in die Ver-sammlung zu willigen, erließ nun einen Aufruf an die SzeklerGränzer, die Versammlung „als höchst revolutionär gegen den recht-mäßigen Kaiser und König" nicht zu besuchen. Allein die an die ver-schiedenen Militär-Commandanten gesandten Packete wurden von Ber-zenczei's Agenten auf der Post aufgegriffen, ja den Postillons aufoffener Straße abgenommen und vernichtet; im Stabsorte der Szekler-Husaren, Sepfi-Szent-Gyrögy, drang man in die Wohnung desObersten Sombori und zwang ihn, sämmtliche Exemplare der Pro-klamation, die er durch Estafette erhalten hatte, auszuliefern, 10.
Mittlerweile war in Klausenburg das Decret des Pester Landes-