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I. 9. Jenseits der Leitha.
befanden, schlichen sich unwillig davon. Südwärts von Peterwardein,etwa zwei Wegstunden entfernt, liegt Karlovic, damals nicht blosder Sitz des serbischen Metropoliten, sondern zugleich der Mittelpunktund die Quelle der serbischen Schilderhebung. Die von Karlovicwestlich gelegenen Höhen der Fruskagora waren mit Redonten ver-sehen, bei Bukovac und Kamenic westwärts und südwärts von Kar-lovic waren Trupps von 60 bis 100 Serbianern (aus dem Fürsten-thum) und Peterwardeiner Gränzern durch kleine Verschanzungengedeckt. Eine in der Nähe der Engem-Insel aus großen Frucht-schiffen gebildete Strom-Barricade und eine vollkommen ausgerüsteteFlotille, welche die Festung von der Wasserseite beobachtete, vollen-deten die Vertheidigungsanstalten der Serben. In solcher Lage setzteBlagoevic sein vorzüglichstes Bestreben darein, jeden Zusammenstoßder magyarisch gesinnten Elemente in der Festung mit ihrer serbischenUmgebung zu vermeiden. Als eines Tages, 17., die magyarischenNationalgarden mit einigen Geschützen unter Anführung zweier PesterJuraten zur Festung hinauszogen, um Karlovic zu beschießen, ließBlagoevic hinter ihnen die Thore schließen, worauf jene eilends um-kehrten und um Wiedereinlaß baten. Ein andermal unternahmBeöthy an der Spitze der in Neusatz liegenden Husaren eine Strei-fung gegen Futak und Almas, wobei allerhand Unfug gegen dieWeiber und das Eigenthum der Bauern getrieben wurde, bis diesesich mit Dreschflegeln, Heugabeln, Hacken u. dgl. bewaffneten, vierHusaren todt schlugen und die andern nach Neusatz zurückjagten;Beöthy selbst entkam mit genauer Noth. Nach dieser Affaire erklärteBlagoevic, er werde von nun an keinen Commissär oder Juraten indie Festung lassen, da sie durch Wein und Geld nur seine Soldatenverdürben.
Einen helleren Blick und entschlosseneren Sinn trug der greiseFestungs-Commandant von Arad unter seinen weißen Haaren. Nurzwei Jahre jünger als Radecky, ein Held, der sich im BelgraderFeldzuge (1787—1789) seine erste Wunde und in den Kriegen gegendie Franzosen das Theresienkreuz geholt hatte, unterfertigte F.-M.-L.Berger an der Spitze seines gesammten Officierscorps am 19. Sep-tember jene mannhafte Neutralitäts-Erklärung, welche der damals nochmit dem Scheine der Gesetzlichkeit umkleideten Pester Regierung denFehdehandschuh hinwarf, und hielt mit seinen 500 Mann Besatzungs-