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I. 8. Die „Provinzen" nnd das einige Deutschland.
Habsburg" übernommen. Windischgrätz, den sie vier Monate früherals einen Vorkämpfer des Deutschthums gepriesen hatten, galt ihnenjetzt, da er mit seinen „feilen geknechteten bewußtlosen Söldnerschaa-ren" gegen Wien anrückte, als ein Schildträger des Slaventhums.Erst wolle man den Schlag gegen die „deutsche" Revolution in Wienführen, um dann über das edle Volk der Magyaren herzufallen nnddurch diesen „von der niederträchtigen Camarilla verworrenen Knäulvon Verrath und Herrschsucht" wieder in die Lage zu kommen, denFuß auf den Nacken der um ihre Freiheit gebrachten Völker zusetzen").
Daß der Nadicalismus im außerösterreichischen Deutschland dieSache nicht anders auffaßte, bewiesen nicht bloß zahlreiche Adressen,die von dorther an die „edlen Männer von Wien" gerichtet wurden"),sondern auch die Haltung der Frankfurter Linken, die am 12. durchden Mund I. N. Berger's einen Dringlichkeitsantrag einbrachte:„anznerkennen und zu erklären, der constituirende Reichstag und dieheldenmüthige Bevölkerung Wiens habe sich um das Vaterland wohlverdient gemacht". Als der Antrag von der Mehrheit verworfenwurde, beschlossen die beiden Fractionen der Linken im „Donners-berg" und im „deutschen Hause", der Stadt Wien durch eine eigeneDeputation Dank und Anerkennung „für ihre muthige und ent-schlossene Haltung in ihrem für das ganze deutsche Vaterland sowichtigen Kampfe" anszusprechen. Robert Blum und Julius Fröbelwaren bestimmt, die Adresse nach Wien zu überbringen; Moritz Hart-mann und Trampusch schlossen sich freiwillig an. Nachdem sie, am17. in Wien angekommen, ihren Auftrag erfüllt und dafür vomStudentenausschuß die Ernennung zu Ehrenmitgliedern empfangenhatten, gab es für sie eigentlich nichts mehr zu thun. Allein wennsie, wie Fröbel bekennt, mit dem „vollsten Bewußtsein der Gefahr",der sie sich aussetzten, die „stärksten Zweifel an dem Siege" ihrerPartei verbanden, so gab es andrerseits genug Leute, die nicht auf-börten in sie zu dringen, daß sie in Wien blieben und der Sache derFreiheit das Ansehen ihrer Personen und ihrer Namen nicht ent-zögen"). Dennoch schienen sie am 20. mit ihrer Abreise Ernstmachen zu wollen, um so mehr, als Messenhanser euf eine AnfrageFröbel's, womit sie „der guten Sache" dienen könnten, geantwortethatte, er wisse nicht wozu er sie zu brauchen vermöchte. Blum erhob