Das deutsche Wien und die slavische Reaction.
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rung, allen Wühlereien entgegenzutreten und am Kaiser festzuhalten").Im Schoße des slovenischen Vereins von Laibach wurde es angeregt,den krainerischen Abgeordneten, die durch ihr Verharren in Wiengezeigt, „daß sie ihre Pflichten und die Wiener Verhältnisse nicht gutverstehen", die ihnen gegebenen Vollmachten zurückzunehmen, undeine Proclamation „an das Volk der Slovenen" erklärte unumwun-den, daß „Wien ihnen nur als Residenz des Kaisers etwas gelte undsich daher nicht herausnehmen dürfe, ihnen Gesetze vorzuschreiben",IO. und 15. October. Ein fulminanter Artikel der „Agramer Zei-tung" war nur der Widerhall dessen, was man in den südslavischenTheilen des Reiches über den October-Aufstand sprach. „Wien hatkeine Ahnung von Politik", hieß es darin; „es ist heute monar-chisch, morgen demokratisch, übermorgen republicanisch, anarchisch odermagyarisch, wie es eben einer oder der andern Partei beliebt; esbeklatscht heute deu großen Klischnig Kossnth, morgen jauchzt es demedlen Banns Jelacic entgegen. . . . Und dieses Wien will die Sym-pathien der Provinzen ansprechen, will sie jetzt noch ansprechen nachdem 6. October? Wien hat sich durch sein Betragen unwürdig ge-macht, je wieder den Kaiser in seinen verrätherischen Mauern zubergen; es hat für ewig das Recht verwirkt, die Residenz des Kaiserszu heißen und die Vortheile einer Residenz zu beanspruchen. . . . Werregiert denn gegenwärtig in Wien? Ist es der Torso von Reichs-tag? oder ist es der improvisirte Gardecommandant? Regiert etwader Gemeinderath? oder regiert der demokratische Frauenclub oderder Literaturminister-Verein, Ehren-Häfner und Ehren-Tausenau ander Spitze? Und von solchem Gesindel sollen die Provinzen Befehleannehmen!"
Konnten die Führer des Wiener Aufstandes aus den slavischenLändern der Monarchie einen andern Wiederhall erwarten, wo sieselbst nach allen Weltgegenden die Erhebung Wiens als eine wesent-lich deutsche ausposaunten? als eine solche, die Oesterreich vor demschrecklichen Unglück bewahren sollte, ein slavischer Staat zu werden?Im slavischen Interesse allein liege es, Oesterreich aufrecht zu halten,dessen Bestand für den Sieg der deutschen Sache völlig gleichgiltigsei. Jelacic mit seinen „wilden Slavenhorden" habe unr die Ausgabeder „slavischen Verjüngung und Verherrlichung der Krone des Hauses