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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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I. 8. DieProvinzen" und das einige Deutschland.

Deputationen erschienen im permanenten Ausschuß, während Hunderteihrer Genossenen den Josephsplatz füllten. Schuselka ging, wie erselbst erzählt,mit einigem Herzklopfen" in die Sitzung, in der erüber die ganze Angelegenheit am liebsten mit Stillschweigen hinaus-gegangen wäre, wenn sich nicht Bioland erhoben und die in derPermanenz eingebrachte Adresse lebhaft befürwortet hätte. AlleinBorrosch, Schuselka und dießmal auch die galizischen Abgeordneten,denen die Gräuelscenen von 1846 vor Augen schwebten, sprachen sichauf das entschiedenste dagegen aus; Bioland zog seinen Antrag zu-rück und die Demokratinen auf den Galerien nahmenanständig undstillschweigend" den Durchfall ihres Begehrens hin.

Mittlerweile hatte Hans Kudlich bereits ein demüthigendesMasco erfahren. Der unreife, kaum seinen Studien entwachseneMensch hatte eine Art Berühmtheit erlangt, die ihm offenbar denKopf verdrehte. Noch schwebte der feurige Wiederschein der Abend-Demonstration des 24. September um sein blondgelocktes Haupt, under meinte, er brauche sich den Bauern draußen nur zu zeigen, undwie ein Mann würden sie aufstehen und ihm Nachfolgen. Dem waraber nicht so; nicht einer war vom Fleck zu bringen. Zuletzt wurdeKudlich festgehalten, unter Militär-Escorte abgeführt und in's Verhörgenommen. Da er sich auf seine Eigenschaft als Reichstags-Abgeord-neter berief, wollte man wissen, warum er dann nicht auf seinemPosten in Wien sei? und was er in den Dörfern zu thun habe?Er gab ausweichende Antwort, wurde nnbegreiflicherweise dennochfreigegeben und ging weiter nach Gmunden und Vöcklabruck, vorgeb-lich um dort mit besserem Glück zu versuchen, was in der Nähe vonWien gescheitert war, eigentlich aber, wie es scheint, um möglichstweit vom Schuß zu kommen. Noch schlimmer erging es um dieselbeZeit dem Begründer und Haupt-Redacteur der berüchtigtenConsti-tution". Häfner hatte bald nach dem 7. October Wien verlassen undin Nußdorf ein Dampfschiff bestiegen, auf dem sich viele, die wohlfeileBergfahrt benützende Land- und Schiffersleute aus Oberösterreich befan-den. Hatte nun Häfner bei ihnen seine Künste versuchen wollen oderhatten sie sonst seinen Namen erfahren, genug es entstand eine sogewaltige Gährung, daß man ihn sammt seinem Begleiter, einempreußischen Studenten, in die Donau werfen wollte, und der Capitänsie um ihrer Sicherheit willen bei Traiskirchen an's Land setzen mußte.