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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Observatorien. Spitäler und Aerzte.

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derung da sei; eine Klingel von unten zeigte an, daß die Sendungrichtig in Empfang genommen worden. Ein zweites Observatoriumbefand sich auf der Universitäts-Sternwarte, deren Tubnsse jetzt nichtgegen das Himmelsgezelt, sondern gegen den Laaer Berg und dieschwarze Lacken gerichtet waren; zwischen den kostbaren Instrumentenkonnte man theils volle theils geleerte Weinflaschen sehen, deren An-wesenheit Zeugnis ablegte, daß die observirenden Legionäre nichtüber Vernachlässigung zu klagen hatten. Wer vom Stephansthurmeine weitere Umschau gewinnen wollte, der mußte aus dem Innerndes Thurmes auf das Gerüst hinaussteigen, von welchen: die in derAusbesserung begriffene Spitze umgeben war. Ein paar Leitern hin-aufkletternd gelangte man auf den höchsten erreichbaren Punkt; hierwar es, wo Messenhauser die verhängnisvollen Stunden des vorletztenOctobertages zubrachte.

Schließlich ist noch der Vorsorge für die Verwundeten zu geden-ken, auf die man bei den: bevorstehenden Kampfe gefaßt sein mußte.Die Räumlichkeiten, die für diesen Zweck in Stand gesetzt wurden,waren zahlreich und zweckmäßig über alle Theile der Stadt vertheilt.In der innern Stadt war es zunächst das Convicts-Gebäude, das bei200 Betten bereit hatte; bei den Schotten waren 30 Betten, ebenso-viel bei den Augustinern; im deutschen Hause 40, im Hauptmauth-gebände am alten Fleischmarkt 20; außerdem im LiechtensteinischenGebäude in der Herrengasse, in jenem am Bauernmarkt (Nr. 587),im Hause Nr. 454 in der Preßgasse. In der Leopoldstadt lagen beidei: Barmherzigen noch vom 6. October viele Verwundete; dennochwurden weitere 30 Betten bereit gehalten, von den barmherzigenSchwestern 20, im Augartengebäude 150. In ähnlicher Weise hattejede der größeren Vorstädte ein oder auch mehrere Nothspitäler zurVerfügung °°). Manche wurden erst während der Kampfestage im-provisirt; so die Schmiede in den Kasematten der Rothenthurmbastei,wo die rußigen Gesellen, ihr rauhes Handwerk einstellend, sich alsSpitaldiener verwenden ließen. Den ärztlichen Dienst in den ver-schiedenen bewaffneten Corps besorgten freiwillig eingereihte Aerzte,über welche Professor Reyer ans Salzburg Aufsicht und Leitungführte. Die Ueberwachung des in den Nothspitälern verwendetenärztlichen Personals hatten Prof. Schuh und die Primäre v:-. Dum-reicher und Sigmund übernommen, denen vom Gemeinderatheunbe-

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