Cavallerie und Artillerie. — Barricade».
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der Gemeine mit 40 kr. für den Tag. Wo aber diese fehlten, wurdeerbärmlich geschossen, trotz aller Aufschneidereien der Zeitungsberichte,die nach jedem Losbrennen ganze Reihen kaiserlicher Truppen hin-fallen ließen. Ebenso fehlte es an ausreichender Munition, was sichgleich beim Beginn des eigentlichen Kampfes fühlbar machte. Freilichwaren die Aufständischen in der ersten Zeit mit dem Schießbedarf ineiner ganz verschwenderischen Weise umgegangen; gegen einzelne Pa-trouillen wurden Kanonen losgebrannt und dieß aus so weiter Ent-fernung und so ungeschickt, daß die Kroaten ihren Spaß damit hat-ten, das gefahrlose Geplänkel herauszufordern. Auf diese Weise kames, daß sich am 24. außer dem in den Patrontaschen der Bewaffnetenund zum Gebrauche der Kanonen noch vorhandenen Pulver in allemnur 43 Centner in Vorrath befanden. Ein Vorschlag, durch Anfer-tigung von Schießbaumwolle abzuhelfen, wurde von Fenneberg ver-worfen, „weil dadurch mehr Schaden bei den eigenen Leuten als beiden Kaiserlichen verursacht würde". Zünder wurden im chemischeilLaboratorium des Polytechnikums erzeugt; ein junger Techniker, Jinpermit Namen, verlor dabei durch eine Explosion die Augen und einenArm, und es wurde für ihn beim Gemeinderath die Bitte „um dieden Verunglückten zugesagte Unterstützung" gestellt.
Mit Kräften, die so gering, mit Mitteln, die so lückenhaft, kamender zu vertheidigenden Stadt doch immer die Vortheile zu statten,die eine durch die verschiedenartigsten Behelfe geschützte Lage den fastdurchaus bloßgestellten Angreifern gegenüber darbot. Das erste, ob-gleich anr leichtesteil zu bewältigende Bollwerk bildeten die Linien.Um den ganzen Umfang der am rechten Canal-Ufer gelegeneil Vor-städte lauft ein Graben, den von der Stadtseite ein durch Mauerwerkunterstützter Erdwall in der Höhe von zehn bis zwölf Fuß abschließt;an Stellen, wo dieser Wall besonders niedrig ist, hatte man über derBrüstung mehrere Fuß hoch Erdsäcke aufgethürmt. Vor jedem derEingänge in die Stadt ist der Graben durch eine feste Erdaufschüt-tung unterbrochen; allein hier, hinter den Linienthoren, boten starkund hoch gebaute Barricaden den Vertheidigern Schutz und Deckung.Für den am linken Ufer des Donau-Arms gelegenen Stadttheil, dieLeopoldstadt, bietet die Breite des großen Stromes, die sogenannte„Tabor-Donan", ein natürliches Bollwerk. Von der über sie führen-