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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Fenner von Fenneberg.

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nisse im Artilleriewesen konnte er Bern nicht anfechten, doch spracher ihm alles Wissen von der Feldbefestigungskunst ab; Bern habe Ar-beiten von offenbarer Zweckwidrigkeit angeordnet, die den Fortifica-tions-Officieren Anlaß gegeben,in die Fähigkeit oder in die Gesin-nungen ihres Chefs Mistrauen zu setzen". Fenneberg setzte von allemAnfang Zweifel in Bem's Treue und hielt sich in seinem Mis-trauen bestärkt, als der Pole Kaminski unter verdächtigenden Um-ständen an der Taborbrücke aufgehalten und bei demselben ein an-geblich an Kossuth gerichteter Brief gefunden wurde, dessen Aufschriftund Inhalt aber, wie Fenneberg meinte, eben so gut für einen kaiser-lichen General passen konnte^). Die Sache wurde zwar unter-drückt, weil eine Verhaftung Bem's einen Aufstand im polnischenLager verursachen konnte; allein mehrere Polen wurden aus Bem'sUmgebung entfernt und zwei vertraute Officiere ihm zur Seite ge-geben, die von Fenneberg Befehl hatten, Bem bei der ersten verdäch-tigen Handlung niederzuschießen.

Ueberhaupt, wo es Anordnen und Drohen galt, that es demFeld-Adjutanten Messenhauser's an einschüchternder Entschiedenheitkeiner zuvor. Gleich nach dem Abzug Auersperg's aus dem Schwar-zenberggarten schlug er vor, die Höhen des Leopolds- und Bisam-berges zu besetzen, bei der Spinnerin am Kreuz mit 6000 Mann undzwei Batterien festen Fuß zu fassen; die Stadt wollte er,um dieCommunication der Schwarzgelben mit dem Heere zu verhindern",vollkommen absperren, jedem mit Ausnahme der Lebensmittel brin-genden Landleute den Austritt verweigern, auch die Entfernung derGesandten unmöglich machen. Er war wüthend, daß man von seinenstrategischen Vorschlägen deßhalb nichts wissen wollte,weil außer Wienkein legaler Boden sei", und ließ sich in heftigen Ausdrücken über diePermanenz des Reichstages aus, die ein eigenes Paß-Bureau fürAusfertigung von Geleitscheinen errichtete. Er wollte in keiner Hin-sicht etwas von Schonung wissen. Ihn kümmerten nicht die vielenMillionen, die an Waarenvorräthen im neuen Zollamtsgebäude anf-gespeichert lagen; er meinte, dasselbe ließe sich zu einer furchtbaren Cita-delle umschaffen, und klagte jene der Mattherzigkeit an, welche dievvrgeschlagene Maßregel nicht zur Ausführung kommen ließen. Erwar für unbedingten Abbruch aller Beziehungen zu den Militär-Behörden. Als ihm eines Tages ein Paket Matauschek's überbracht