Wenzel Messenhauser.
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fanterieregimente Don Pedro (Nr. 15) befördert wurde. Um dieseZeit begann Messenhauser, ohne wissenschaftliche Vorbereitung, ohneQuellen-Studium, selbst ohne Kenntniß der ctassischen Sprachen, eine,,Geschichte des Alterthums" zu schreiben, die er in verhältnismäßigkurzer Zeit in zehn geschriebenen Bänden vollendete; nicht die deutscheLiteratur und noch weniger die Wissenschaft haben es zu bedauern,daß das Manuscript nie in die Druckerpresse kam. Ein Trauerspiel,,Demosthenes" war die nächste Frucht seines Garnisonsfleißes, demnberdieß viele kleinere Arbeiten in gebundener und ungebundenerRede ihr Entstehen verdankten. Messenhauser hatte dadurch die Auf-merksamkeit des Commandirenden von Galizien, Baron Langenau,auf sich gezogen, der ihm zur Erfüllung seines Lieblingswunsches ver-half, den geistige Anregung und Hilfsmittel in reichem Maße bie-tenden Kreisen der Hauptstadt nahe gerückt zu werden. Messenhauser,am 1. Februar 1839 zum Lieutenant befördert und zum RegimeutDeutschmeister übersetzt, knüpfte in Wien mit deni Herausgeber des,,Humorist" Verbindungeil an, ließ seinen „Demosthenes" bei Geroldim Druck erscheinen, 1841, sah im August 1843 das von ihm ausdem Französischen übersetzte Schauspiel „Sieben Uhr" auf den Bret-tern des Hofburgtheaters durchfallen, bekam das umfangreiche Ma-nuskript seiner „modernen Argonauten", wofür er von der FirmaMax in Breslau nicht weniger als 18 Friedrichsd'or per Druckbogenverlangte, mit einer „abschlägigen und die Honvrarsforderung fastbelächelnden Antwort" zurück und trieb sich, den die Lorbeeren EugenSue's nicht ruhen ließen, mehrere Monate in den verrufensten Knei-pen und Lasterhöhlen der Hauptstadt herum, um daraus Stoff zueinein neuen vielbändigen Romane zu sammeln, der „die Geheim-nisse von Wien" zum Inhalt, wenn auch nicht zum, weil etwas ver-brauchten, Titel haben sollte. Am 10. Februar 1845 zum Ober-lieutenant befördert, kam er aus Anlaß der polnischen Schilderhebungdes folgenden Jahres wieder nach Galizien, wo er längere Zeit indem kleinen jüdischen Marktflecken Tuchow stativnirt war. ZweiMeilen davon, in der Kreisstadt Tarnow, weilte Nitschner. All-wöchentlich mindestens einmal besuchten sich die Freunde, die gleich-artige literarische Bestrebungen aneinander fesselten; Messenhauserlegte den fast vier Stunden langen Weg in Sommers- und Winters-zeit in der Regel Nachts, nur mit einem leichten Stoßdegen bewusst