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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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1. 4. Das kaiserliche Beiagerungshcer.

weichen oder sich fügen müßte. Von diesem Revolutionstribunalmüßten, wie der polnische Verfasser der Schrift:Oesterreichs gesetztgebender Reichstag" vorschlug,alle Verhältnisse mit dem rebellischenHofe abgebrochen, die Armee organisirt, Civil- und'Militärämter be-setzt, die Eisenbahnen zerstört, allgemeines Aufgebot erlassen, die Un-garn berufen, die Bank sequestrirt und alle öffentlichen und kaiserlichenGebäude mit dem festen Entschlüße in Besitz genommen werden, sichunter dem Schutte derselben zu begraben, um, weuu man nicht siegte,wenigstens ehrenvoll unterzugehen". Noch besser wäre es, dachte Füster,wenn alles der unbeschränkten Machteines einzigen ausgezeichnetenMannes" unterworfen würde. Allein woher, wenn nicht vielleichtder akademische Feldprediger sich selbst meinte, sollte man diesen aus-gezeichneten Mann nehmen?Wo sind jene Geister", klagte dieOstdeutsche Post" (Nr. 32 vom 25.),die sonst aus solchen Kata-strvphen emporzusteigen pflegen, die als Meteore über dem Ocean derGeschichte schweben, jene gewaltigen Charaktere, jene außerordentlichenMenschen, welche die Geschicke ihrer Mitbürger init der kühnen Handdes Genies ergreifen und ihnen eine entschiedene Wendung geben?"Mail suchte vergebens nach ihnen, sie waren nicht zu finden.

4.

Die Garnison der Stadt Wien bestand bei Ausbruch des October-aufstandes aus den Grenadier-Bataillons Schwarze!, Strastil, Gausund Richter das Bataillon Ferrari war einen Tag früher nachPreßburg abgegangen, drei Bataillons Nassau, zwei Landwehr-Bataillons Erzherzog Stephan und Khevenhüller, dem 12. Jäger-Bataillon, vier Compagnien Pioniere, je sechs Escadrons Mengen-Kürassiere und Wrbna-Chevauxlegers und drei Geschütz-Batterien miteben so viel Brigaden Artillerie. Von diesen Truppen hatte sich dasGrenadier-Bataillon Richter in Folge der Ereignisse am 6. Octobertheilweise aufgelöst; von den übrigeil waren das Jäger-Bataillon,acht Compagnien Infanterie und sechs Schwadronen Cavallerie in dieGegend von Schönbrunn zum Schutze des kaiserlichen Hoflagers