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I. 2. Die leitende» Organe de§ Octobcr-AufstandeS.
der Spitze der revolutionären Bewegung stand, welche Behörde siemit ihrer Autorität deckte, sie führte und leitete. Das naheliegendstewar zu sagen: der Reichstag Von ihm ging unmittelbar nach denGewaltthaten des 6. Octobcr die Ermächtigung zur Vertheilnng derWaffen aus, die nicht gleich beim Sturm des kaiserlichen Zeughausesgeplündert worden waren. Er erließ an alle Bahnverwaltungen dasVerbot, kaiserliche Truppen gegen Wien zu befördern. Er ertheilte demN.-G.-Ober-Commando den Auftrag, die Stadt Wien in Vertheidigungs-zustand zu setzen. Er forderte den Gemeinderath auf, ,, dafür zu sorgen,daß den Kämpfern soviel als möglich Erfrischungen an die Barricadengebracht werden d Er sorgte durch Vermittlung der Wiener Stadt-behörde, der Nationalbank, des Finanzministeriums, für die Herbei-schaffung der Geldmittel, deren Summen der Aufstand verschlang.Der Wiener Gemeindcrath, dem das Wohl und Wehe seiner Stadtjedenfalls näher zu Herzen ging als den Herren Brestel, Bioland,Bilinski re., von denen jene Aufträge unterzeichnet waren, zeigte sichin der ersten Zeit nur bemüht, jede Verantwortlichkeit von sich ab-zuwälzcn, und drang deshalb, 17. Octobcr, auf die bestimmte Erklä-rung, daß jeder Angriff auf die kaiserlichen Truppen sowie dieTheilnahme „an irgend einem selbst unter den Mauern der StadtWien stattfindenden Kampfe nur mit ausdrücklicher 'Genehmigungund auf Befehl des hohen Reichstages stattfinden dürfe". Doch einesolche Erklärung auszustellen, war niemand weniger bereit als derletztere. Zn einer eigenhändig von Fischhof geschriebenen Note empfingder Gemeinderath noch am selben Tage die Antwort, daß der Reichs-tagsausschuß keineswegs im Sinn habe, der Stadt Wien ihre Ver-theidigung anfzndringen; „hat der Gemeinderath die Ueberzeugung",setzte Fischhof höhnisch bei, „daß die Mehrzahl der hiesigen Bevölke-rung in Jelacie keinen Feind sehe, so möge er dieß offen und unum-wunden aussprechen, dem Banns die Thore Wiens öffnen und ihnals Freund in seine Mauern einziehen lassen". Dabei spielte derReichstag den Vogel Strauß, hielt fest an seiner Vorspiegelung, daßWien durchaus nicht mit dem Kaiser im Kriege sei, sondern nurJelacie und Windischgrätz abwehre, und sah nicht d. h. gab vor nichtzu seheil, daß Jelacie vom Kaiser anerkannt, Windischgrätz von ihmberufen und gesandt war. Den Knäuel noch verwickelter zu machen,