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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
Entstehung
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lossteuert.Ich bin ein Feind von Explicationen", heißt es im Götz;man betrügt sich oder den andern, und meist beide."Da millitaotum, ciabo tibi jus", sagt der bürgerliche Richter, und muß auchder Historiker sagen, der in höherem Sinne Richter ist.

Noch ein Punkt darf nicht unberührt bleiben. Ueber so manchesdessen, was ini Jahre 1848 vorgegangen, haben die seither eingetre-tenen Staatsveränderungen bei mehr als einem der Zeitgenossen auchAnsichts- und Meinungsänderungen nach sich gezogen. Darauf nunwurde in der folgenden Darstellung überall keine Rücksicht genommen.Unberührt von allem abseits liegenden, waren wir einfach bemüht, Er-eignisse und Zustände .in jenem Lichte und unter jenem Namen erscheinenzu lassen, wie sie sich damals zeigten und wie sie damals benannt wur-den. Wir gönnen jedem seine Meinung, allein es gönne auch jederdem Historiker seine parteilose Gegenständlichkeit. Wir wollen gernhöflich sein, aber nie unwahr, gleich jenem prinzlichen Hofmeister in» denFliegenden Blättern", dem sein Zögling auf die Frage, welcheFarbe der Eisbär habe, zur Antwort gab:schwarz", worauf jenermit sttß-sauerm Lächeln:Schwarz; nun ja, schwärzlich; mehr grau;eigentlich weiß". So auch, wenn uns gegenüber jemand auf dieFrage, welcher Natur es gewesen, was sich im October 1848 in Wienund jenseits der Leitha zugetragen, antworten wollte':begeisterteErhebung des Volksgeistes" oder dergleichen, wüßten wir uns, umnicht unartig durch geraden Widerspruch zu verletzen, kaum anderszu helfen, als daß wir erwiderten:Erhebung; nun ja, Aufrichtung;mehr Auflehnung; eigentlich Revolution!"

Damit soll jedoch nichts weiteres gesagt oder gemeint sein, undder Verfasser müßte feierliche Verwahrung dagegen einlegen, fallssein Buch von irgend einer Seite für gehässige Zwecke ausgebeutetwerden wollte. Was sich vor nun schon mehr als zwanzig Jahrenzugetragen, gehört der Geschichte an, aber auch nur dieser. Wenn