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Ein hiesiger sehr frommer Mann las den Koran Tagund Nacht, und ward nach kurzer Zeit närrischdarüber, eine Folge, die ich von derselben zu ange-strengten Beschäftigung schon mehreremal auch anAndern erlebt habe, obgleich ich selbst in dem Bucheebenfalls ganz gut bewandert bin. Unser Heiliger —denn mit der Einbildung dies zu scyn, Pflegt die Koran-verrückthcit immer verbunden zu seyn — kam einesTages zu mir, um mir ohne Umstände anzukündigen,der Koran befehle ihm, mir und allen Kascheffs, dieihre Gewalt hier nur mißbrauchten, das Leben zunehmen, und sich zugleich unsers Geldes zu bemäch-tigen, um cs zu frömmeren Zwecken zu verwenden.Ich suchte anfänglich den guten Mann mit allerMilde zu besänftigen, und bot ihm versuchsweisemeine Gcldkisten an, im Falle er mir nur das Lebenschenken wolle. Er bestand aber in seinem frommenEifer darauf, Beides haben zu müssen. Da fiel mirein, daß es außer dem Koran noch ein anderes sehr-mächtiges Mittel giebt, die Menschen zu regieren,nämlich den Kurbatsch. Demzufolge ließ ich meinemguten Freunde, der mir, aller Bitten ohngeachtet,weder Leben noch Vermögen lassen wollte, sofort in