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3 (1844) Nubien und Sudan
Entstehung
Seite
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Hund Susannis, den man aus Rücksicht für mich imZimmer duldete, obgleich er in den Augen der Mu-selmänner ein unreines Thier ist grade diesesUmstandes wegen, auf Religion zu sprechen, undich glaubte mich angenehm zu machen, indem icheinige Stellen aus dem Koran citirtc, und meinegerechte Bewunderung derselben aussprach. Die Tür-ken haben aber, wenigstens in Mehemed Ali's Reich,jetzt ihre Voltaire'sche Epoche, und scheinen ziemlichnahe daran zu seyn, den bisherigen blinden Glaubenmit einem vielleicht eben so blinden Unglauben zuvertauschen. Man nahm mein enthusiastisches Lobhalblächclnd auf, und ließ den Gegenstand bald darauffallen. Ich war im Anfang der Meinung, diesgeschähe aus Bigotterie, weil man es unschicklichfände, daß ein Dschaur sich anmaße, den heiligenKoran zu loben, der nächste Tag aber überzeugtemich vom Gegenthcil. Ich saß allein mit dem Gou-verneur, bequem auf seinem Divan gelagert, währendmein Dragoman zum Dolmetschen vor uns stand,als Selim-Kascheff mit satprischer Miene begann:Sie haben gestern unfern Koran so gelobt; ich willIhnen nun auch etwas zu seinem Lobe erzählen.