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3 (1844) Nubien und Sudan
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anmuthig finden, selbst Sklaven zu besitzen. UeblesBeispiel verführt nach und nach Jeden, wie esscheint. Ich, der sich nicht gern in Theorien verbeißt,begnüge mich damit, meine Sklaven gut und freundlichzu behandeln, wobei mich der Augenschein lehrt, daßsie sich wenigstens befriedigter fühlen, als unsre freienDiener in Europa, die schon nahe daran sind, selbstHerren werden zu wollen.

Am Ende unsrer Tournee in der Stadt, diewir zuletzt trotz der Hitze grvßtentheils zu Fuß gemachthatten, ruhten wir in einem ansehnlichen Weingartenaus, wo man uns gute blaue und weiße Traubenvorsetzte, die indeß schon jetzt am letzten Aprilüberreif waren. Erst seit der Eroberung MehemcdAli's ist der Weinbau im Sudan eingcführt worden,wo er vorher ganz unbekannt war.

Am ersten Mai hatte ich wieder, und zwar schonmit Sonnenaufgang eine lange Unterhaltung mit demPascha, welche diesmal meistens nur von Löwen undKrokodillcn handelte. Die Gefährlichkeit und Ge-fräßigkeit der letztem scheint hier ein eben so uner-schöpfliches Thema als bei uns das Wetter abzugeben,und der Pascha versicherte mir heute, erst kürzlich