Druckschrift 
3 (1844) Nubien und Sudan
Entstehung
Seite
175
Einzelbild herunterladen
 

175

obgleich das Vergeben erlogen scy, da hier gar keinKaravancnzug eristire, wo Dschellab's angetroffenwerden könnten. Es sey indcß besser, sich zu ent-fernen, da man nicht wissen könne, ob nicht eineweit stärkere Anzahl in der Nähe sep, von denenjene nur ein vorgeschobner Posten gewesen. In derThat fanden wir, nachdem wir noch nicht tausendSchritte weiter geritten waren, in einer sehr engenund schwierigen Passage durch unebnes, steinigesTerrain voller Dornen, einen zweiten Trupp ähn-licher Dschellab's, der aber wahrscheinlich noch wenigerzahlreich war, da er bei dem Anruf unsrer Spitzesogleich die Flucht ergriff. Ich hatte übrigens keinenAugenblick die mindeste Besorgniß für unsre Sicher-heit, da wir uns auf die Treue der Eskorte verlassenkonnten, und die Menge unsrer Feucrgewchre gewiß,selbst gegen eine fünfmal überlegne Zahl, schnell denSieg auf unsre Seite gebracht haben würde.

Eine Stunde später, nahe vor Mitternacht, undgrade als der Mond riesengroß und feurig amHorizonte emporstieg, beleuchtete er vor uns die im-posanten Ruinen von Mesaourat, in der Mitte einesgeräumigen Thalcs gelegen, das einzeln stehende