Druckschrift 
3 (1844) Nubien und Sudan
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Hl

wobei die sich gcgenüberftchendcn Oeffnungcn desZeltes schräg gegen den Wind zu richten sind,damit der Luftzug erhalten werde, ohne doch in graderRichtung den Staub hinein zu jagen. Bei zu großerHitze thut man am besten, die Seitcnwä'nde ganz weg-zunchmen, und nur das Dach als Sonnenschirmausgespannt zu lassen. Die Decke des Zeltes mußstets da, wo die Sonne eben darauf scheint, mit dickenStrohmatten belegt, und diese, wenn Wasser genug daist, fleißig begossen werden, eben so der Boden um dasZelt. Diese Kleinigkeiten, wenn man sie gut beob-achtet, werden gewiß einen Unterschied von 8 bis 10Grad in der inncrn Temperatur hcrvorbringen, was,auch unter den ungünstigsten Umständen, doch einiger-maßen soulagirt. Hinsichtlich der Kleidung habe ich,bei der häufigen schnellen Abwechselung von Hitze undKälte, Helle und weite Halbtuch- oder Casimirklcider,und außerdem eine feine Flancllweste auf dem bloßenLeibe zu tragen, am zweckmäßigsten, und einem zuleichten Leinwandanzuge sehr vorzuziehen gefunden.Die Hauptsache aber ist, den Kopf drei- und vierfachzu bedecken, um ihn vor der Sonne zu schützen, undbei dem geringsten Frösteln, das man fühlt, muß man