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hereinbringt, ist schädlich. Derzeit nun sind wir gegen solche Vergeu-dung, zum mindesten gegen absichtliche Vergeudung von Kapitalien ge-sichert. Das Gemeinwesen sowohl, als die Einzelnen können sich inihren Berechnungen täuschen, sie können eine Anlage für rentabel halten,die sich nachträglich als unrentabel erweist, d. h. die auf ihre Herstel-lung verwendete Arbeit nicht hereinbringt; die Absicht bei allen An-lagen jedoch kann immer nur auf Kraftersparnisse gerichtet sein, denndas Gemeinwesen sowohl als die Einzelnen müssen ein jeder seine An-lagen bezahlen. Wenn aber das Gemeinwesen auch für die Kapital-anlagen der Einzelnen, respektive der Vergesellschaftungen, aufzukommen hätte,dann läge für die einzelne Gesellschaft kein Grund vor, nicht auch solcheEinrichtungen zu fordern, die weniger Kraft ersparen, als zu ihrer Her-stellung beanspruchen; die notwendige Ergänzung dieser Liberalität desGemeinwesens wäre daher, daß sich dieses ein Recht der Überwachungund Bevormundung den Kapitalbedürftigen gegenüber herausnähme,welches mit Freiheit und Fortschritt unvereinbar wäre. Alles Gefühlder Selbstverantwortung ginge verloren, das Gemeinwesen müßte sichin Verhältnisse mengen, denen es nicht gewachsen ist, und Verluste wärentrotz aller beengenden Willkür von Oben unvermeidlich."
„Das ist wieder so einleuchtend und einfach, als nur immer mög-lich", meinte mein Vater. „Ich erbitte mir jedoch über einen fernerenPunkt nähere Erklärung. Kraft der bei Ihnen herrschenden Jnteressen-solidarität nimmt jedermann an den Vorteilen aller wo immer eintreten-den Verbesserungen teil; dies geschieht in der Weise, daß jedermann dasRecht hat, einen minderergiebigen Arbeitszweig oder Arbeitsortmit einem sich ergiebiger erweisenden zu vertauschen. Welches Interessehat also der einzelne Produzent, respektive die einzelne Association,Verbesserungen einzuführen, da es doch viel einfacher, bequemer und ge-fahrloser erscheinen muß, Andere vorangehen zu lassen und sich ihnenerst anzuschließen, wenn der Erfolg gesichert ist? Nun sehe ich aber, daßes hierzulande an Regsamkeit und Unternehmungsgeist keineswegsfehlt; wie erklärt sich dies? was veranlaßt Ihre Produzenten, sich Ge-fahren — sie mögen noch so gering sein — ausznsetzen, wenn der da-mit erreichte Gewinn so rasch mit aller Welt geteilt werden muß?"
„Sie übersehen erstlich", entgeguete Herr Ney, „daß die Höhe deszu erzielenden Gewinnes denn doch nicht der alleinige Beweggrund ist,von welchem sich arbeitende Menschen, insbesondere aber unsere frei-ländischen Arbeiter, leiten lassen. Der Ehrgeiz, das Unternehmen, anwelchem man beteiligt ist, an der Spitze und nicht im Nachtrabe alleranderen einherschreiten zu sehen, darf bei intelligenten, von starkemGemeingeiste beseelten Menschen nicht eben unterschätzt werden. Aberabgesehen davon, bitte ich Sie zu bedenken, daß die an den AssociationenBeteiligten auch sehr lebhafte materielle Interessen am Gedeihen