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möglich sei, allerdings zur Wahrheit geworden, denn in Freiland deckensich Konsum und Produktivität tatsächlich aufs vollkommenste. Hierkönnte es also wirklich bloß geschehen, daß vorübergehend zu viel voneinzelnen Dingen erzeugt, d. h. daß das Gleichgewicht der verschie-denen Produktionsarten zeitweilig gestört würde. Doch auch diese, ansich geringfügige Gefahr brauchen wir nicht zu fürchten. Der durchunsere Einrichtungen bewerkstelligte innige Zusammenhang aller Produk-tionsiuteressen gewährleistet von vornherein das Gleichgewicht aller Pro-duktionserträge. Genauer besehen ist ja ganz Freiland eine einzige großeProduktionsgenossenschaft, deren einzelne Mitglieder unabhängig voneinander sind in allen Dingen, in einem Punkte jedoch Zusammenhängen,im Ertrage ihrer Arbeit nämlich. Gerade weil jedermann arbeiten kann wound was ihm beliebt, jedermanns Arbeit aber naturgemäß in dem einen Zweckeder Erzielung möglichst hohen Nutzens zusammenläuft, so ist es, von vor-übergehenden nebensächlichen Irrungen abgesehen, anders gar nicht mög-lich, als daß der bei gleicher Arbeit erzielbare Nutzen überall der gleichesei. Alle unsere Einrichtungen gipfeln in diesem einen Punkte. An-fangs, so lange unser Gemeinwesen noch im Werden begriffen war, kames vor, daß ziemlich bedeutende Ungleichheiten erst nachträglich ausge-glichen werden konnten; der Arbeitende wußte oft erst nach Abschlußder Jahresbilanzen, was er und was andere verdient hatten. Das istein längst überwundenes Stadium der Kindheit; heute weiß jeder Frei-läuder bis auf geringfügige, durch unvorhergesehene kleinere Zufälle her-beigeführte Abweichungen ganz genau, was er und alle anderen nichtbloß verdient haben, sondern was sie aller Voraussicht nach in nächsterZukunft verdienen werden; er wartet nicht erst, bis Ungleichheiten ein-getreten sind, um sie dann auszugleichen, sondern er handelt so, daß Un-gleichheiten gar nicht eintreten können. Da unsere Statistik jederzeit mit un-trüglicher Sicherheit angibt, was in jedem Produktionszweige jeweiligerzeugt wird und der Bedarf sowohl, als dessen Einfluß auf die Preiseüberall aus sorgfältiger Beobachtung früherer Jahre genau bekannt ist,so läßt sich die Rentabilität nicht bloß jedes Arbeitszweiges, sondernjedes einzelnen Gewerkes so verläßlich vorherberechnen, daß nam-haftere Jrrtümer nur im Falle elementarer Katastrophen möglich sind.Ereignen sich solche, nun dann greift eben die wechselseitige Versicherunghelfend ein; im übrigen gibt es hierzulande nicht bloß keine Krisen, son-dern nicht einmal sonderliche Ertragsschwankungen der verschiedenen Pro-duktionen. Unser statistisches Amt veröffentlicht ununterbrochen genaueZusammenstellungen, aus denen jederzeit zu ersehen ist, wo in nächsterZukunft Bedarf, wo Überfluß an Arbeitskraft herrschen wird; nach diesenAusweisen richtet sich unser Arbeiternachwuchs im eigenen Interesse, und dasgenügt, von höchst seltenen Ausnahmen abgesehen, vollkommen zur Erhaltungdes Gleichgewichts der Erträge. Daß da oder dort ein neueingerichtetes
Hertz ka, „Frcilmid". 14