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zur Fristung ihres Lebens Erforderliche erhalten, so können sie infolgedes ans ihrem Produktionsgebiete eingetretenen Fortschritts weder mehrGetreide, noch mehr Kleidungsstücke verbrauchen, und da dies nicht derFall ist, so kann auch kein verstärkter Bedarf nach Werkzeugen zur Er-zeugung von Weizen und Geweben entstehen."
„Aber — so wendete ich ein — damit, daß den Arbeitern derMehrertrag der Produktion vorenthalten bleibt, ist doch dieser Mehr-ertrag nicht herrenlos; er gehört den Arbeitgebern und diese sind ebenfallsMenschen, die ihren Gewinn zur Deckung irgend eines Bedürfnissesverwenden wollen; die Arbeitgeber werden ihren Gebrauch steigern,und abermals — so sollte man meinen — wird es unmöglich sein,daß ein allgemeines Mißverhältnis zwischen Angebot und Nachfrageeiuträte. Nur werden es allerdings andere Bedarfsartikel sein, aufwelche sich die Produktion werfen muß, um das gestörte Gleich-gewicht der einzelnen Arbeitszweige herznstellen. Gehörte der Mehr-ertrag den Arbeitern, so würde man mehr Getreide, ordinäre Gewebeund Werkzeuge brauchen; da er den wenigen Arbeitgebern gehört, sowird sich die Nachfrage bloß bei feinen Leckerbissen, Spitzen, Equipagenund bei Werkzeugen steigern, die zur Erzeugung dieser Luxuswaren er-forderlich sind."
„Vortrefflich!" mengte sich hier David in das Gespräch, „nur daß dieArbeitgeber außer Stande und auch keineswegs gewillt sind, die Überschüssewelche ihnen der Mehrertrag ihrer Produktion liefert, vollständig zurSteigerung ihres Luxuskonsums zu verwenden, sondern der Hauptsachenach kapitalisieren, d. h. den Mehrertrag in Werkzeugen der Produktionanlegen wollen. Ja, unter Umständen ist der „Arbeitgeber" gar keinMensch, der menschliche Bedürfnisse besitzt, sondern eine juristische Person,ein Popanz, der nichts genießt und alles kapitalisiert."
„Desto besser!" meinte ich, „desto rascher kann der Reichtum zu-nehmen, denn rasch wachsende Kapitalien bedeuten rasch wachsende Produk-tion und diese ist an sich gleichbedeutend mit rasch wachsendem Reichtums."
„Herrlich!" rief David. „Also weil weder die arbeitenden Massennoch die Arbeitgeber ihren Konsum steigern, weil man demnach vonkeinerlei menschlichen Bedarfsartikeln mehr gebrauchen kann, als zuvor,so benützt man die überschüssige Produktivkraft zur Vermehrung der Pro-duktionsmittel! D. h. mit anderen Worten: Niemand braucht mehr Ge-treide — folglich bauen wir neue Pflüge; niemand braucht mehr Ge-webe — folglich errichten wir neue Spinnereien und Webereien!Erniissest du noch nicht den Gipfel des Unsinnes, zu welchem EureDoktrin führt?"
Ich glaube, Luigi, Du wirst gleich mir mir zugeben, daß sich gegendieses ebenso einfache als überzeugende Raisonnement schlechterdings nichtseinwenden ließ. Eine Wirtschaftsordnung, die den Produkten des mensch-