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Freiland : ein soziales Zukunftsbild
Entstehung
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wissenschaftlichen Lehrkanzeln und Lehrmitteln unserer Hochschule. DerUnterricht an dieser war in allen Fächern durchaus frei und, gleichdemjenigen in den unteren Schulen, unentgeltlich. Im fünften Jahreder Gründung Freilands besuchten 7500 Hörer und Hörerinnen dieHochschule; die Zahl ihrer Lehrkanzeln war 215, ihr Jahresbudgethatte die Höhe von l'/s Millionen Pfd. Sterling erreicht und war an-dauernd in raschem Wachstum begriffen.

Die Mittel zu all diesen gewaltigen Ausgaben lieferte überreichlichdie vom Gesamteinkommen aller Produzenten erhobene prozentuelle Ab-gabe, denn dieses Gesamteinkommen wuchs unter dem verdoppelten Ein-flüsse der Bevölkerungszunahme und der steigenden Arbeitsergiebigkeit inriesigem Maße. Als die Eisenbahn zur Küste fertig war und ihreWirkung sich fühlbar zu machen begann, stieg der Wert des durchschnitt-lichen Ertrages einer Arbeitsstunde rasch auf 6 Sh., und da um dieseZeit — zu Ende des fünften Jahres von Freiland — 280000 Ar-beiter im Tagesdurchschnitt während 6 Stunden, d. i. 1800 Stundenim Jahre produktiv beschäftigt waren, so bezifferte sich in jenem Jahreder Gesamtwert des Arbeitsertrages von Freiland mit 280000x1800x6 Sh., d. i. auf rund 150 Millionen Pfd. Sterling. Davon behieltsich nun das Gemeinwesen eine Abgabe in der Höhe von 35 Prozent,d. i. in runder Summe 52ffz Millionen Pfd. Sterling zurück und dieseswar die Quelle, aus welcher nach Abzug der zur Deckung der Versor-gungsansprüche erforderlichen, allerdings die größere Hälfte beanspruchen-den Beträge, die als wünschenswert erkannten Ausgaben bestritten wurden.

Ja, das Wachstum der Einnahmen war ein so gesichertes und hatteso bedeutenden Umfang erreicht, daß die Verwaltung von Freiland sicham Ende dieses fünften Jahres entschloß, den Vertretungskörpern, diezu diesem Behnfe zu einer gemeinsamen Sitzung einbernfen wurden, zweiMaßregeln von entscheidender Bedeutung vorzuschlagen: erstlich die denAssociationen einzurüumenden Kredite hinfort von der Zustimmung derZentralbehörde unabhängigzu machen;und zum zweiten, die sämtlichen, bisdahin von neueintretenden Mitgliedern freiwillig gezahlten Beiträge zurück-zuerstatten und künftighin derlei Beiträge nicht mehr entgegenzunehmen.

Aus den im 8. Kapitel dargelegten Gründen waren bisher Umfangund Reihenfolge der Produktivkredite von der Entscheidung der Zentral-verwaltung abhängig gewesen; jetzt, da die Ausrüstung mit kapitalistischenArbeitsbehelfeu und damit die Leistungsfähigkeit des Gemeinwesens einegenügend hohe Stufe erreicht hatte, wurde auch diese Schranke desfreien Selbstbestimmungsrechtes für unnötig erachtet; die Associationenmochten fordern, was ihnen nützlich dünkte — die Kapitalkraft des Landesschien auch den umfangreichsten, irgend zu erwartenden Kreditansprücheugewachsen. Und in der That erwies sich diese Zuversicht als wohlbe-gründet. In den diesem Beschlüsse unmittelbar folgenden Jahren ec-

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