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langt; die erübrigenden drei Fünfteile blieben vorläufig noch unver-wendet und bildeten die Reserve für zukünftige Verwendungsarten dergleichen Kraftquelle.
Ebenfalls in das vierte und fünfte Jahr Freilands fiel der Ausbaueines Kanalnetzes und mehrerer Wasserleitungen, für Edenthal sowohlals für das Danaplateau. Elfteres dient bloß zur Abfuhr der Me-teorwäsfer in den Dana, während das Spülwasser und der Unratdurch ein System pneumatischer Aufsaugung vermittelst mächtiger Saug-werke in gußeisernen Rohren abgeleitet, dann desinfiziert und alsDünger verwertet werden. Die Wasserleitungen wurden unter Be-nutzung der besten Hochgebirgsquellen mit einer Leistungsfähigkeit vonvorläufig 1 Million Hektoliter täglich angelegt und sowohl Lur Speisungzahlreicher öffentlicher Brunnen, als auch zur Einleitung in sämtlichePrivathäuser benutzt. Durch Einbeziehung neuer Quellen war die Er-giebigkeit dieser Leitung in kurzer Frist zu verdoppeln und zu verdrei-fachen, so daß nach jeder Richtung für die Reinlichkeit und Gesundheit derjungen Städte bestens vorgesorgt war.
Die Unterrichtsverwaltung hatte inzwischen nicht minder gewaltigeAnstrengungen gemacht. Es hatte sich eine dahingehende öffentlicheMeinung entwickelt, daß die Jugend von Freiland ohne Unterschied desGeschlechts und späteren Berufs einen Unterricht zu genießen habe, dermit Ausnahme der lateinischen und griechischen Sprachstudien demjenigenungefähr entsprechen solle, der beispielsweise in den sechs ersten Gym-nasialklassen Deutschlands erteilt wird. Zu diesem Behufe sollten Knabenwie Mädchen vom 6. bis 16. Jahre die Schule besuchen, wo sie nachErledigung der Elementarkenntnisse in Sittenlehre, Sprachlehre,Litteraturgeschichte, Geschichte, Kulturgeschichte, Physik, Naturgeschichte,Geometrie und Algebra unterwiesen wurden.
Nicht minderes Gewicht als auf die geistige und moralische wurde aufdie körperliche Ausbildung gelegt, ja es war Grundsatz in Freiland, daßletztere vorauszugehen habe, indem ein gesunder harmonisch entwickelterKörper die Voraussetzung eines gesunden, harmonisch entwickelten Geistessei. Und auch bei der geistigen Ausbildung wurde weniger auf die An-sammlung von Kenntnissen, als auf die Anregung des jungen Geisteszu selbständigem Denken gesehen, daher nichts ängstlicher und sorgfälti-ger gemieden ward, als Uberbürdung mit geistiger Arbeit. Kein Kindsollte — die häuslichen Wiederholungen mit eingerechnet — länger alshöchstens 6 Stunden täglich geistig beschäftigt sein; die Unterrichts-stunden für alle geistigen Lehrfächer waren daher auf 3 Stunden täglichbeschränkt, während 2 andere Schulstunden täglich körperlichen Übungen- dem Turnen, Laufen, Tanzen, Schwimmen, Reiten, bei Knabenaußerdem dem Fechten, Ringen und Schießen — gewidmet wurden. Einfernerer Grundsatz des freiländischen Unterrichtswesens war, daß auch die
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